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Stadtmarketing: Diesen Bereich will Wirtschaftsförderer Peter Freis in Karlsfeld beleben.

Wirtschaftsförderung Karlsfeld

Eine Gemeinde,  eine Marke

Karlsfeld - Noch ein paar Wochen, dann ist die Neue Mitte Karlsfeld fertig. Peter Freis, Wirtschaftsförderer im Rathaus, begreift das neugestaltete Herz seiner Heimatgemeinde vor allem als Chance.

Auf der gesperrten Gartenstraße graben Bauarbeiter gerade ein gewaltiges Loch, ein paar Meter weiter fleiußge Handwerker in der Neuen Mitte, die Wohnen, Einkaufen und Aufenthaltsqualität vereinen soll. Vom Sitzungssaal im dritten Stock des Rathauses kann man ganz gut rüberschauen auf die große Baustelle. Peter Freis hat sich in seiner Funktion als Wirtschaftsförderer in den vergangenen Monaten häufig mit der Neuen Mitte befasst, nahm manchen Termin wahr. „Das ist neu, da werden die Leute hingehen“, bekräftigt Freis beim Pressetermin im Sitzungssaal. Diesen Schub gelte es zu nutzen.

Freis will vor allem eines: Die vielen und leider weitgehend isolierten Quartiere Karlsfelds näher zusammenbringen: Neue Mitte, Bürgerhaus, Gesundheitszentrum, Rathausplatz, Karlsfelder Meile, die drei Märkte an der Münchner Straße. „Wenn einer im Bürgerhaus im Restaurant sitzt, soll er wissen, was es in der Neuen Mitte an Geschäften gibt.“

Ziel des Wirtschaftsförderers ist ein gemeinsames Marketingkonzept für Karlsfeld. „Da kann ich als Wirtschaftsförderer aber nur den Anstoß geben“, sagt Freis, Wichtig sei es, die anderen mit in Boot zu bekommen – die Firmen, die Werbegemeinschaft, das Netzwerk „Wir sind Karlsfeld“ und auch die Politik. Freis: „Die alle müssen das mittragen.“

Die Karlsfeld-App und die Einkaufsgutscheine waren erste Schritte im Stadtmarketing. Weitere Überlegungen gibt es, zum Beispiel was Beschilderungen betrifft und Veranstaltungen wie einen Christkindlmarkt. Zudem sollen alle, denen am Aufbau einer „Marke Karlsfeld“ gelegen ist, eine gemeinsame Jahresplanung für 2017 zusammenstellen.

Vor allem müssten die Einzelhändler in Karlsfeld begreifen, „dass sie endlich an einem Strang ziehen müssen“. Das sei in der Vergangenheit leider nicht immer so gewesen, eine Bereitschaft zur Zusammenarbeit nicht erkennbar. Stattdessen betrachtete man sich vor allem als Konkurrenz. Freis nennt das Beispiel Rathausplatz: Dort hätten sich die Gewerbetreibenden mitunter sogar „gegenseitig in die Pfanne gehauen“, weiß Freis. „Dabei müssten sie miteinander für eine bessere Außendarstellung sorgen.“ Immerhin: Erste Anzeichen auf Besserung gebe es am Rathausplatz. Freis: „Die reden wieder miteinander."

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