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Eine von drei Messstellen: Unmittelbar an der Münchner Straße hat das Landesamt für Umwelt ein Messgerät angebracht. 

Stickstoffdioxidbelastung ist rückläufig

Karlsfelds Luft wird besser

Die Stickstoffdioxidbelastung in Karlsfeld ist rückläufig. Das Bauamt informierte den Gemeinderat am Donnerstagabend über das erfreuliche Ergebnis der jüngsten Messung.

Karlsfeld – Das Landesamt für Umwelt hat in der Zeit vom 21. Dezember 2017 bis 3. Januar 2019 an drei Punkten in der Gemeinde Karlsfeld gemessen. Um die Werte vergleichen zu können, wurden dieselben Standorte wie in früheren Messungen ausgewählt. 

Am Wohngebäude Münchner Straße 218 wurde 2018 ein Jahresmittelwert für Stickstoffdioxid (NO2) von 39 Mikrogramm (µg) pro Kubikmeter ermittelt. Bei der Messung von Dezember 2012 bis April 2014 lag der Mittelwert bei 47 µg pro Kubikmeter). Der NO2-Grenzwert von 40 µg pro Kubikmeter für den Jahresmittelwert ist 2018 damit unterschritten worden.

Durch Ausweichverkehr war Verkehrsbelastung höher

Auf Höhe der Münchner Straße 218 ist auch unmittelbar an der Fahrbahn gemessen worden. Hier betrug der Jahresmittelwert von 42 µg pro Kubikmeter. An dieser Stelle wurde der NO2-Grenzwert 2018 überschritten.

Wegen Sanierungsarbeiten an der B 471 wurden im September 2018 Umleitungen eingerichtet. Dies hatte auf der Münchner Straße für drei Wochen eine erhöhte Verkehrsbelastung zur Folge. Auch weil es 2019 keine solchen Ausweichverkehre gibt, ist laut Landesamt für Umwelt heuer keine Überschreitung des NO2-Immissionsgrenzwertes von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter zu erwarten. 

Wegen Tempo 50 auf der Münchner Straße werden sich Schadstoffwerte wohl reduzieren

Positiv wirke sich zudem aus, dass modernere Fahrzeuge weniger Schadstoffe freisetzen. Und schließlich gilt mittlerweile Tempo 50 auf der Münchner Straße. Auch deshalb sei eine Reduzierung der Schadstoffwerte zu erwarten, sagt Claudia Schreiner, die im Karlsfelder Rathaus für Umweltfragen zuständig ist. In welchem Maße sich die Temporeduzierung auf die Messergebnisse auswirkt, sei nicht genau festzustellen.

Auch im Hartmannsgruberweg 7 wurde gemessen, mitten in einem Wohngebiet also. Der NO2-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittel wurde wie erwartet mit 23 Mikrogramm deutlich unterschritten. Dies war schon bei der vorangegangenen Messung der Fall gewesen.

Feinstaubwert wird nicht gemessen

Das Landesamt für Umwelt hat in Karlsfeld nur die Stickstoffdioxidwerte ermittelt, denn diese waren bei der Messung von Dezember 2012 bis April 2014 erhöht. Die Feinstaubkonzentration lag bei dieser Jahresmessung an 24 Tagen über dem zulässigen Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter. Das Tagesmittel lag bei 28 Mikrogramm und damit deutlich unter dem Grenzwert. Eine weitere Messung der Feinstaubwerte fand deshalb 2018 nicht statt.  dn

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