Sebastian Frankenberger
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Viele Radler, eine Meinung: Der ÖDP-Bundesvorsitzende Sebastian Frankenberger (vorne links) radelte mit Bundestagskandidaten Adrian Heim (vorne Mitte) und Landtagskandidatin Mechthild Hofner (vorne rechts) zum Dachauer Windrad.

Kein Windgeräusch aber viel Gebrüll

Dachau - 90 Tage lang radelt Sebastian Frankenberger, Bundesvorsitzender der ÖDP, durch ganz Bayern. Was bei dieser Wahlkampfaktion natürlich nicht fehlen darf, ist ein Besuch am Dachauer Windrad. Dort heißt es: lauschen, fordern - und hoffen.

Begleitet von den ÖDP-Kandidaten Adrian Heim für den Bundestag und Mechthild Hofner für den Landtag hat Sebastian Frankenberger mit seinem Team am neu erbauten Windrad in Steinkirchen Station gemacht. Misstrauisch wurde von einigen Spaziergängern zunächst gelauscht: Was ist zu hören? Doch erst etwa 100 Meter entfernt war ein leichtes Pfeifgeräusch vom Wechselrichter zu hören - ein Windgeräusch von den Flügeln konnten die Spaziergänger nicht ausmachen. Besitzer Josef Gasteiger, der ebenfalls zu seinem Windrad gekommen war, betonte, dass mit Ausnahme von einer halben Stunde pro Tag Ende Dezember in Prittlbach der Schlagschatten kein Thema sei.

Und da zog Frankenberger auch schon sein Fazit: „Wir brauchen den dezentralen Strom im Münchner Raum und deshalb viel mehr Windräder.“ Außerdem sei er der Meinung, dass diejenigen, die sonst eher wenig um den Umweltschutz kümmern, genau diesen Umweltschutz auch nicht als Argument gegen die Windkraft benutzen dürfen.

Dann fragte er Gasteiger, welche Wünsche er an die Politik habe. „Die Politik sollte Planungssicherheit und Konstanz bieten und nicht wie Horst Seehofer und Peter Altmaier Investoren und Banken total verunsichern“, antwortete der Landwirt. Er bedauere es, dass die rein private Finanzierung seines Windrades nicht mit einer der regionalen Geldinstitute, ja noch nicht einmal mit einer bayerischen Bank möglich gewesen sei. Dazu verlangte Gasteiger eine „sinnvolle Reform des Erneuerbare Energiengesetzes, damit Privatinvestitionen noch möglich bleiben“. Frankenberger ergänzte: Es dürften um die möglichen Standorte nicht einfach nur Kreise gezogen werden, sondern eigentlich sollten die Windrichtungen berücksichtigt werden.

Anschließend betonte Frankenberger jedoch, dass seine wertkonservative Partei sich nicht allein auf Themen wie Klimawandel und Ökologie beschränke, weshalb er hofft, gerade bei der CSU und den FW Stimmen sammeln zu können. Das von Frankenberger initiierte strenge bayerische Rauchverbot sei jedoch in dem Wahlkampf kein Thema: „Da kriege ich nur Lob und muss Autogramme geben.“

(rds)

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