Keine Geschwindigkeitsreduzierung zwischen Assenhausen und Pellheim

Weiterhin mit 100 an Reitanlage vorbei

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Assenhausen/Pellheim – Zwischen Assenhausen und Pellheim darf weiter mit Tempo 100 gefahren werden. Der Verkehrs- und Umweltausschuss hat einen Antrag von Stadtrat Wolfgang Moll (parteilos) auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 oder sogar auf 50 Kilometer pro Stunde abgelehnt.

Moll hatte argumentiert, dass unmittelbar an die Straße ein Reiterhof angrenzt. Schon mehrmals sei es auf der Strecke, die als Schleichweg genutzt werde, zu gefährlichen Situationen gekommen, weil die Autofahrer zu schnell unterwegs waren. „Im Sinne der Sicherheit wäre es wichtig, das zu regeln“, sagte Moll. 

Ihm zur Seite sprangen Verkehrsreferent Volker C. Koch (SPD) und Franz Xaver Vieregg (ÜB): „Ich kann das nur unterstützen, die Strecke ist wirklich eine Rennstrecke, die Leute fahren da zum Teil mit 120“, sagte Vieregg. 

Trotzdem konnten sich die Befürworter, zu denen auch OB Florian Hartmann (SPD) gehörte, nicht durchsetzen: Dagegen stimmten die fünf CSU-Stadträte sowie Norbert Winter (Bürger für Dachau) und Robert Gasteiger (Freie Wähler Dachau). 

Bei der Abstimmung gab es einen Patt – damit galt der Antrag als abgelehnt. 

Wolfgang Moll, der auf ein Votum für die Sicherheit gehofft hatte, ist erschüttert. Die Aussage von Ordnungsamtsleiter Stefan Januschkowetz, dass ein Schild „Achtung Reiter“ genügen würde, um die Autofahrer aufmerksam zu machen, bezeichnet Moll in einem offenen Brief als gewagt. Da aber der OB für die Temporeduzierung gestimmt hatte, hofft Moll noch auf eine andere Lösung.

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