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 In diesem Advent werden Lichter in den Bäumen der Münchner Straße schon wieder nicht brennen.

Advent, Advent, kein Lichtlein brennt

Wieder keine Weihnachtsbeleuchtung in der Münchner Straße

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Dachau - Die Münchner Straße bleibt auch dieses Jahr in der Weihnachtszeit duster, weil die Geschäftsleute ihren Teil der Finanzierung für die neuen Lichter noch nicht aufbringen konnten. Sie wollen jetzt Spenden sammeln.

In sechs Monaten ist Weihnachten – und auch in der Adventszeit 2016 wird kein Lichtlein in der Münchner Straße leuchten. Zum dritten Mal in Folge.

OB Florian Hartmann hat in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses einen Zwischenstand zum Thema Weihnachtsbeleuchtung in der Münchner Straße gegeben. Und der sah nicht gut aus: für die Geschäftsleute. Denn die bringen offenbar ihren Teil für die Kosten der Beleuchtung nicht zusammen. „Das ist beschämend“, fand etwa Gertrud Schmidt-Podolsky (CSU).

Etwa 100 000 Euro sind für die neue Beleuchtung fällig. Vor zehn Jahren sind die Mitglieder der – damals noch – Interessensgemeinschaft Münchner Straße (IG) für die Kosten aufgekommen. Doch mit der Zeit wurde die Lichterkette marode. Noch einmal wollten die Geschäftsleute nicht für die Gesamtkosten aufkommen. 2010 wurde bereits ein Zuschuss bei der Stadt für die Anschaffung einer neuen Beleuchtung in Höhe von 95 000 Euro beantragt. Das lehnten die Stadträte ab. In Aussicht gestellt wurde ein Zuschuss in Höhe von 20 Prozent. Die IG Münchner Straße hoffte von da an jedes Jahr, dass die Lichterkette noch halten möge. Bis 2014 die Stadtwerke ihr Veto einlegten, weil die Leitungen zu alt seien.

Dann signalisierte die Stadt die Bereitschaft, mehr zu übernehmen – nämlich die Hälfte der Kosten. Es gab einen Ortstermin, es wurden andere Konzepte durchdacht – bis sich im Februar 2016 die IG Münchner Straße von der PR-Agentur Allmender trennte, ihren Namen aufgab und sich zusammenschloss als Ortsverband im Bund der Selbständigen (BSB). Damit sei nun die Möglichkeit einer Vertragspartnerschaft mit der Stadt geschaffen, wie die Stadt in der Sitzungsvorlage ausführt. Vorsitzende Isabel Seeber, Inhaber der Candisserie, teilte der Stadt mit, dass viele Aktionen geplant sind, um Geld für die Weihnachtsbeleuchtung zusammenzukratzen: Geplant sei ein „Spendenaufruf an die Dachauer Bürgerinnen und Bürger“, es sollen Spendenboxen in Geschäften aufgestellt werden, außerdem: Aktionstage der Unternehmer, Spenden der Bürger auf ein dafür eigerichtetes Konto, Einzelansprachen zur Beteiligung an der Finanzierung der anliegenden Kanzleien und Arztpraxen, unterstützt durch das Schreiben der Stadt, Stand auf der langen Tafel, Einnahmen der Tombola auf der Langen Tafel als zusätzliche Spende.

Und außerdem haben ja schon Sparkasse und Volksbank 10 000 und 5000 Euro gespendet. Fehlen also noch 35 000 – denn 50 000 beträgt der Anteil. „Unser Ziel ist es, bis Ende 2016 die Finanzierung der 50 Prozent gesichert zu haben, um ab Januar 2017 in die Umsetzung zu starten“, so Seeber in ihrem Brief.

OB Florian Hartmann betonte in der Sitzung des Hauptausschusses, dass er diese Sachstandslage gleich weitergeben wollte – nicht, dass es wieder kurz vor Weihnachten Klagen gebe. Christa Keimerl ist „enttäuscht, dass die Beleuchtung noch nicht 2016 kommen kann, „das wäre schön gewesen“.

Gertrud Schmidt-Podolsky schiebt den Schwarzen Peter eindeutig den Geschäftsleuten zu. „Es ist beschämend für diese 1a-Lage“, dass die Geschäftsleute es nicht schaffen, das Geld zusammenzukriegen. Und leider verbinden laut Schmidt-Podolsky die Bürger das Fehlen dieser Weihnachtsbeleuchtung mit der Stadt Dachau. „Aber diesen Vorwurf muss man zurückweisen“, denn die Stadt strecke sich zur Decke.

Horst Ullmann (Bürger für Dachau), der ein Trachtenmodegeschäft in der Münchner Straße betreibt, verwies auf die Altstadt. Dort habe die Stadt „120 000 Euro für die Weihnachtsbeleuchtung gezahlt“. Er findet, dass die Stadt auch in der Münchner Straße großzügiger sein sollte.

Doch Schmidt-Podolsky wischte dieses Argument vom Tisch. Die Verhältnisse könne man nicht vergleichen. Claus Weber (FW) wies darauf hin, dass bisher nur Sparkasse und Volksbank Geld beisteuern. „Von den anderen Geschäftsleuten sehe ich hier nichts.“ Und er betonte: „Mir ist das zu teuer.“ Doch Ullmann entgegnete, dass das Thema eben verschoben wurde auf nächstes Jahr. „Dass wir uns überhaupt nicht beteiligen, kann ich mir nicht vorstellen.“

Und auch Gertrud Schmidt-Podolsky lenkte schließlich ein: Sie nehme zur Kenntnis, dass Spendenboxen aufgestellt werden, – und werde sicherlich auch mal etwas zur Weihnachtsbeleuchtung beisteuern.

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