"Kette der helfenden Hände": Für die kleine Freude zur Weihnachtszeit

Dachau - Seit vielen Jahren ist die „Kette der helfenden Hände“ der Dachauer Nachrichten aus der Weihnachtszeit nicht mehr wegzudenken - und für hunderte Kinder, Familien und inzwischen auch Senioren ein Lichtblick im Alltagsdunkel.

An Weihnachten wird es ganz besonders deutlich. Dann, wenn viele Bürger in Stadt und Landkreis sich und ihre Liebsten großzügig beschenken. Denn nicht alle können das. Es gibt viele Familien, in denen die Kinder zu Weihnachten keine Geschenke bekommen, die jeden Cent dreimal umdrehen müssen, ehe sie ihn für Geschenke ausgeben. Oftmals reicht das Geld noch nicht einmal für den notwendigen Lebensunterhalt. Aber nicht nur viele Familien in Stadt und Landkreis Dachau haben kaum das Nötigste: Es gibt auch immer mehr bedürftige, alleinstehende Senioren.

Die Leser der Heimatzeitung sorgen dafür, dass die Not dieser Menschen wenigstens für ein paar Stunden am Heiligen Abend in den Hintergrund treten kann. Mit der Spendenaktion „Kette der helfenden Hände“ werden Familien mit Kindern, aber auch Senioren unterstützt. Dabei wird besonders darauf Wert gelegt, dass nicht jener Personenkreis bedacht wird, der von Hilfsstation zu Hilfsstation reist und alle möglichen Spenden abkassiert.

Das ganze Jahr über nennen uns Bürgermeister, Geistliche, Familienbehörden, Hilfsorganisationen und Lehrer Namen von Menschen, die besonders bedürftig sind. „Einige Schüler sagen die Klassenfahrt ab und gehen lieber in den Unterricht in eine anderen Klasse“, erklärt ein Pädagoge. „Der Grund liegt auf der Hand: Die Eltern können sich den Ausflug nicht leisten.“ Dass für diese Kinder dann auch unter dem Christbaum keine Geschenke liegen, ist absehbar.

Aber auch die Seniorenarmut nimmt in Stadt und Landkreis Dachau zu. Wegen ihrer schmalen Rente müssen viele mittellose ältere Menschen am Monatsende hungern - und ganz abgesehen davon gibt es viele Senioren, die an Weihnachten allein sind, die sich einen Konzertbesuch oder einen geselligen Abend mit Freunden im Lokal nicht leisten können.

Zum Glück gibt es aber die Leser der Heimatzeitung, die vor allem in der Adventszeit Herz und Geldbeutel öffnen, damit wir zumindest die größte Not lindern können. Die „Kette der helfenden Hände“ unterstützt nicht nur Familien direkt, sondern auch soziale Vereine und Hilfsorganisationen.

Am ersten Adventswochenende war sozusagen der offizielle Start der Spendenaktion - auch wenn wir schon das ganze Jahr über Geld für unsere Kette bekommen haben. Zum Beispiel von der Blechblosn, die wieder einen Teil der Einnahmen vom Blechblosntag für den guten Zweck spendete, in diesem Jahr wieder über 6000 Euro.

In den nächsten Wochen gibt es wieder zahlreiche Aktionen von Vereinen, Verbänden oder Geschäften, die ganz im Zeichen der „Kette der helfenden Hände“ stehen. An den Adventswochenenden liegen der Heimatzeitung außerdem Überweisungsträger der Sparkasse Dachau und der Volksbank Raiffeisenbank bei. Die Heimatzeitung bedankt sich schon heute im Namen der Familien bei den Spendern, deren Namen regelmäßig veröffentlicht werden.

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