Erhöhung nicht länger aufschieben

Kindergarten wird teurer

Jetzendorf - Eltern, die ihre Kinder im Kinderhaus Regenbogen in Priel oder im Kindergarten Spatzennest in Jetzendorf unterbringen, dürfen sich ab 1. September auf eine Erhöhung der Kindergartengebühren einstellen.

Je nach Buchungszeit ab täglich fünf Stunden hat der Gemeinderat einstimmig eine Anhebung der Kindergartengebühren um fünf Euro, als bei fünf Stunden von 60 auf 65 Euro, beschlossen. Bei einer Buchungszeit von fünf bis sechs Stunden erfolgt eine Anhebung von 65 auf 70 Euro, in Fünf-Euro-Schritten geht es entsprechend weiter.

Bürgermeister Manfred Betzin (CSU) erklärte, dass es sich um eine unvermeidbare Anhebung handele, weil sich mittlerweile pro Kind und Jahr ein Defizit von rund 2000 Euro ergibt. „Wir wollen so günstig wie möglich sein, weil wir wissen, dass es sich hier um eine Investititon in die Zukunft handelt“, so der Gemeindechef. Zu dieser Erhöhung stehe er aber, „weil wir nicht warten wollen, bis auf einen Schlag eine ganz massive Gebührenerhöhung notwendig wird“.

Dass man sich auch nach der Erhöhung im Vergleich zu anderen Gemeinden noch an der untersten Grenze bewegt, bezweifelt Gemeinderätin Ruth Kudorfer (Freie Bürger) ein wenig. Sie habe in Erfahrung gebracht, dass auch die Nachbargemeinde Gerolsbach noch relativ niedrige Kindergartengebühren habe, „und im übrigen muss man einem schlechten Vorbild nicht nacheifern“. Ein Kindergarten arbeite nie kostendeckend. Aber auch Kudorfer stimmte der vorgeschlagenen Gebührenerhöhung zu, „bevor wir die Sache weiter hinausschieben und es irgendwann mal das böse Erwachen gibt“. Kudorfer hat in all den Jahren im Gemeinderat stets versucht, Kindergartengebührenerhöhungen zu vermeiden, was Vize-Bürgermeister Leonhard Sedlmeier (Parteiunabhängige) zu der Feststellung veranlasste, „es tut schon gut, wenn wir nach zehn Jahren mal gleicher Meinung sind“. Kudorfer daraufhin postwendend: „In den nächsten zehn Jahren stimme ich nicht mehr zu“.

Die Ursache des größeren Personalbedarfs an den Kindergärten und die damit verbundenen höheren Personalkosten rühren von den vom Gesetzgeber auferlegten längeren und unterschiedlichen Buchungszeiten her.

ost

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