Sie dürfen wirklich stolz sein: Zweimal brachten die beiden Kinderchöre das Musical auf die Bühne. Foto: Huber

Kindermusical vom verlorenen Sohn kommt zweimal bestens an

Altomünster - Ob als Solisten, in kleinen Gruppen oder alle zusammen: Lautstark, selbstsicher und mit unübersehbarer Freude am Musizieren haben 28 Mädchen und Buben der Kinderchöre Altomünster und Aichach im Evangelischen Gemeindezentrum die berühmte biblische Geschichte vom verlorenen Sohn dargeboten.

Pfarrer Winfried Stahl hatte das Kindermusical in die Jetztzeit übertragen und als Regisseur mit den Kindern einstudiert. Das Arrangement allerdings stammt von Gregor Holzapfel, der auch zusammen mit David Holzapfel, Hendrik Jürgens und Korbinian Pollanka die musikalische Begleitung übernommen hatte. Anna Dhillon und Tim Kortheuer sorgten für das rechte Licht und die Regieassistenz.

Maurice Fehmel hattedie Hauptrolle. Der verlorene Sohn ließ sich von seinem Vater (Pauline Weiß) sein Erbe auszahlen und zog hinaus in die Welt. Vor allem zum Spieltisch zog es ihn hin, wozu passend der Casino-Blues erklang: „Kopf oder Zahl, ist ganz egal, los komm, probier es noch einmal.“ Damit war auch der Abstieg des jungen mannes besiegelt, denn er verlor nicht nur alles was er hatte, sondern war auch für die Freunde ohne Geld uninteressant geworden. Im Lied dazu hieß es: „Ganz am Rand, wo dich keiner mehr kennt, niemand dich will, deinen Namen nicht nennt.“ Der verlorene Sohn landete bei den Schweinen, aß aus dem Trog, ehe er sich besann auf all das, was er achtlos weggeworfen hatte: seine Heimat, seine Familie, seinen Vater. Und er kehrte um und ging zurück. Der Traum des Vaters und die Hoffnung auf die Heimkehr des Sohnes wurde wahr. „Doch er läuft und er rennt, weil er sein Kind erkennt. Tränen voller Freude rinnen leise“, hieß es im Lied von der Heimkehr.

Das begeisterte Publikum wollte am Ende mit dem Applaus gar nicht mehr aufhören. Dafür durften sie noch einmal das Lied vom Vaterhaus hören mit dem schönen Satz: „Kommt herein, Groß und Klein, lieber Freund und fremder Mann, hier ist Raum auch für dich, komm lass dich nieder...“

Die beiden Kinderchöre hatten noch ein paar süße Überraschungen zum Dank für Pfarrer Stahl und die Band dabei und freuten sich mit den anderen Mitwirkenden, dass beim ersten Mal alles so gut geklappt hatte. Auch am nächsten Tag hatten sie beim Auftritt in der Paul-Gerhard-Kirche in Aichach Erfolg. (gh)

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