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Die Frisbee-Technik ist ratsam: Pierre Bussjäger erklärt Marie, Johannes und Antonia (v.l.) den richtigen Dreh fürs Ringe-Werfen.

Kindertag: Mit Johannes, Marie und Antonia unterwegs

Dachau - Johannes, Marie und Antonia waren unter den Hunderten, vielleicht Tausenden Mädchen und Buben, die zum traditionellen Kindertag aufs Dachauer Volksfest kamen. Die Heimatzeitung hat das Trio begleitet.

Als die Kanone voller Guttis, Fahrchips und Stofftiere abgefeuert wird, strecken sich unzählige Kinderhände in die Luft. Irgendwo in der Menge stehen auch Johannes, Marie und Antonia. Die Bilanz nach drei Kanonenladungen ist allerdings ernüchternd: „Ich hab ein Gutti“, berichtet der siebenjährige Johannes. Seine Schwester Marie (5) und ihre Freundin Antonia (6) haben nichts erwischt. Vielleicht standen sie ungünstig, oder die Arme der anderen Kinder waren länger. Egal. Denn OB Peter Bürgel, Familienreferentin Elisabeth Zimmermann und Schulreferent Rudolf Miehr verteilen an die Kinder noch Stofftiere und Fahrkarten für Karussells.

Impressionen vom Kindertag auf dem Dachauer Volksfest

Impressionen vom Kindertag auf dem Dachauer Volksfest

Johannes und Marie aus Orthofen und Antonia aus Wiedenzhausen sind mit ihren Mamas zum Kindertag auf dem Dachauer Volksfest gekommen - alle entsprechend fesch gekleidet. In Lederhosen mit blaukariertem Hemd nimmt Johannes im Kinderkarussell auf dem Motorrad Platz. „Er wäre so gern mit der Rakete gefahren“, sagt seine Mutter Angelika Kistler. „Und als er erfahren hat, dass das erst ab zehn Jahren ist, war er richtig enttäuscht.“ So lange muss Johannes mit dem Kinderkarussell vorlieb nehmen. Er nimmt auf dem Motorrad Platz, neben ihn setzen sich die beiden Mädchen. Obwohl Marie auch gerne im Auto ihre Karussell-Runden dreht, wie sie sagt: „Im Cabrio.“ Da fällt Antonia die Schiffschaukel ein: „Ich schaukle so gern!“

Doch nach dem Motorradfahren geht es weiter zum Spickern. Mit ruhiger Hand und zusammengekniffenen Augen peilt Marie den roten Luftballon an. Getroffen! Ein anderer Luftballon will dagegen einfach nicht platzen. Trotzdem bekommen alle drei einen kleinen Schlüsselanhänger mit einem Delfin. Stolz zeigen Johannes, Marie und Antonia ihre Trophäen den Müttern.

Der Ehrgeiz der Geschicklichkeit ist nun geweckt: Die letzte Station ist das Ringewerfen. Die kleineren Kinder dürfen sich am Stand der Familie Bussjäger auf den Tisch setzen und sitzen somit ein kleines Stück höher. Zudem gibt es eine kurze Trainingseinheit vom Junior-Chef: „Wie eine Frisbee schmeißen“, sagt Pierre Bussjäger und macht die Handbewegung vor. Johannes schaut ein wenig ratlos. „Mit welcher Hand schreibst du?“, fragt Bussjäger. „Mit rechts“, antwortet der Bub. Er nimmt den Ring und wirft. Johannes trifft zwar nicht, hat aber die Technik schon verinnerlicht.

Derweil erklärt Chefin Ursula Bussjäger mit Hingabe Marie einige Kniffe zum Ringewerfen. Und die hat sie wahrlich drauf: Ursula Bussjäger ist seit 46 Jahren mit dem Stand Ringewerfen auf dem Dachauer Volksfest. Sohn Pierre ist in der Koschadeklinik auf die Welt gekommen, vor 35 Jahren. Gerade am Kindertag trifft Ursula Bussjäger auf viele Volksfestbesucher, selbst schon gern als Kind an ihrem Stand Ringe geworfen haben - und die heute mit Kindern oder Enkelkindern kommen. So wie das vielleicht Johannes, Marie und Antonia auch einmal tun werden.

Jeder von ihnen hat eine kleine Plastikschere mit einem Boxhandschuh bekommen - als Trostpreis. Jedes Kind kriegt beim Ringewerfen einen kleinen Preis. Wie beim Kindertag auf dem Volksfest: Da geht kein Kind leer aus.

(no)

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