Bahn scheut Kosten

Endgültiges Aus für Kiosk im Bahnhof

Karlsfeld – Im Untergeschoss des Karlsfelder Bahnhofs wird es keinen Kiosk mehr geben. Das hat ein Sprecher der Bahn gestern mitgeteilt und damit eine Jahre andauernde Hängepartie beendet.

Der Sprecher der DB Station&Service AG kündigte jedoch an, dass aller Voraussicht nach ein mobiler Verkaufsstand eröffnet werde. Die Vermietungsabteilung der DB Station&Service AG werde mit der Bäckerei Denk kurzfristig einen Vertrag für einen mobilen Verkaufswagen erstellen. „Eine langfristige Vermietung über eine Pavillonlösung wird weiterhin geprüft und angestrebt.“

Der Kiosk in der Unterführung wurde im Jahr 2011 geschlossen. Vorübergehend, wie es hieß. Doch aus einer Wiedereröffnung wurde nichts, trotz unzähligen Anfragen der Gemeinde und von Fahrgästen. Zuletzt nahm die Seniorenvertretung Allach-Untermenzing mit der Bahn Kontakt auf und beschwerte sich. Der Vorsitzende der Seniorenvertretung Willi Eichhorn forderte in seinem Schreiben nicht nur die Wiedereröffnung des Kiosks, sondern „wegen hygienischer Probleme die Einrichtung einer Toilette“. Wie der Bahnsprecher mitteilte, sei der Eibau eines öffentlichen WC jedoch Sache der Gemeinde.

In der Unterführung gebe es „erhebliche Feuchtigkeitsschäden“, die einen Kioskbetrieb auf Dauer unmöglich machten. Die Behebung dieser Feuchtigkeitsschäden wäre mit unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden. „Deshalb sehen wir von einer Neuvermietung des Kiosks in der Unterführung ab.“ Es sei jedoch nach wie vor im Interesse der Bahn „eine Versorgung der Reisenden in Karlsfeld zu gewährleisten.“ tol

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