1. Startseite
  2. Lokales
  3. Dachau

Kläranlage Taxa wird ausgebaut

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Odelzhausen/Sulzemoos - Die Gemeinden Odelzhausen und Sulzemoos haben sich darauf geeinigt, dass die Kläranlage Taxa ausgebaut, vergrößert und künftig gemeinsam genutzt wird. Ein konkreter Plan steht.

Die Kläranlage bei Taxa wird ausgebaut und vergrößert. Die Gemeinde Odelzhausen bekommt mehr Mitspracherechte bei Entscheidungen, muss aber auch mehr Kosten tragen. Was die Anlage insgesamt kosten wird, wurde nicht bekannt. Die Kostenfrage wurde in nichtöffentlicher Sitzung behandelt. In der jüngsten Sitzung des gemeinsamen Abwasserzweckverbandes der Gemeinden Sulzemoos und Odelzhausen stellte Planer Rupert Mayr aus Aichach drei Ausbauvarianten vor. Die Kläranlage muss erweitert werden, weil sie bald das Abwasser für beide Gemeinden entsorgen soll.

Die Betriebsgenehmigung der Sulzemooser Anlage läuft aus. Sie müsste sowieso erneuert werden. Zudem hat sich der Abwasseranfall in Odelzhausen durch das Gewerbegebiet deutlich erhöht.

Beide Gemeinden haben vor mehr als einem Jahr beschlossen, gemeinsam eine Kläranlage bei Taxa zu betreiben. Geeinigt hat sich die Versammlung aus je zwei Gemeinderäten und den beiden Bürgermeistern der zwei Gemeinden nun auf eine Kapazität der Anlage auf 20 000 Einwohnergleichwerte (EWG). Davon entfallen 14 000 auf Odelzhausen und 6000 auf Sulzemoos. Da bisher von einer 50-prozentigen Aufteilung ausgegangen worden ist, muss nun auch die Sitzverteilung im Abwasserzweckverband neu geregelt werden. 70 Prozent der Sitze werden an Odelzhausen und 30 Prozent an Sulzemoos entfallen. Auch die Investitionskosten werden dementsprechend verteilt. Eine kurz im Gespräch gewesene 28 000-EWG-Anlage wurde nicht weiter verfolgt. Zu groß, zu unwirtschaftlich, zu uneffektiv. Ein Sprecher des Wasserwirtschaftsamtes bestätigte in der Sitzung, dass die Gemeinde Odelzhausen derzeit schon 11 000 EWG benötigt. Die bestehende 8000-EWG-Anlage ist also mehr als ausgelastet. Zweckverbandsvorsitzender Gerhard Hainzinger bezeichnete die beschlossene Planung als „sinnvoll und zukunftsträchtig“, auch, weil sie in Absprache mit dem Wasserwirtschaftsamt erarbeitet worden sei. Wert legte Hainzinger auf die Feststellung, dass keine der beiden Gemeinden finanziell übervorteilt würde.

Hainzinger sagte: „Es erfolgt eine detaillierte Abrechnung. Keiner muss etwas für den anderen mitbezahlen. Nichts ist umsonst investiert.“ Planer Rupert Mayr bekam, nachdem sich der Verbandsrat auf eine von drei vorgestellten Varianten geeinigt hatte, grünes Licht für den Beginn der Detailplanung. Bisher wurden verschiedene Varianten geprüft und an einer Verbesserung der Energiebilanz gearbeitet. Bei der Klärschlammbehandlung wird die neue Anlage sogar für bis zu 28 000 EWG und damit für zukünftige Eventualitäten gerüstet sein. Und das, ohne wesentliche Mehrkosten, so Hainzinger.

Die Anlagen zur Schlammbehandlung werden zusammen mit einem neuen Betriebsgebäude östlich des Bauhofes errichtet. Bei der gewählten Kläranlagenvariante geht man davon aus, dass einer der größten Einleiter im Gewerbegebiet, der Feinkosthersteller Dahlhoff, weiterhin nur 1000 EWG Einleitungsrechte erhält. Außerdem wird die Firma verpflichtet, eine eigene betriebliche Abwasservorbehandlung zu betreiben. Die Kläranlage bei Taxa wird mit einem Blockheizkraftwerk versehen, Faulgase werden zur Stromgewinnung genutzt. Weiterer positiver Effekt ist eine 30-prozentige Reduzierung des Klärschlamms durch die Faulgasnutzung. Das wird auch die notwendigen Lkw-Fahrten für den Abtransport des Klärschlamms verringern, so Hainzinger.

Weiterhin wird die Gemeinde Sulzemoos auf ihrem Gemeindegebiet eine mechanische Vorreinigung in vorhandenen Becken durchführen, bevor das Abwasser die Taxa erreicht. Pumpwerke auf Sulzemooser Gemeindegebiet werden weiter genutzt. Neu gebaut werden muss in Taxa ein großer, zylinderförmiger Faulbehälter (Höhe acht Meter, Durchmesser acht Meter), sowie Anlagen zur Gasverwertung, Schlammentwässerung und -eindickung und eine neue Betriebshalle.

(sm)

Auch interessant

Kommentare