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Nur noch eine Veranstaltung im Monat? Das ist den Freiraumleuten zu wenig.

Ärger um Jugendzentrum

Nachbar verklagt Freiraum

Dachau – Einem Anwohner aus Dachau war der Lärm aus dem Jugendzentrum Freiraum der Stadt zu viel. Deshalb klagte er gegen die Kommune.

Nun war die Hauptverhandlung vor dem Verwaltungsgericht München. In der Sitzung erging kein Urteil, sondern ein Vergleichsvorschlag seitens der Richterin.

Die Anregungen der Vorsitzenden: Die Veranstaltungen im Jugendzentrum Freiraum werden auf eine im Monat reduziert. Außerdem soll eine öffentliche Ruhebank, die in der Nähe des Freiraums steht, versetzt werden, um so den Lärm für Anwohner zu mindern.

Die beiden Parteien haben nun vier Wochen Zeit, um sich zu entscheiden. Entweder sie stimmen dem Vorschlag zu – in dem Fall ist das Verfahren vom Tisch – oder eben nicht. Dann geht der Prozess in die nächste Runde

Die Mitglieder des Freiraums haben schon jetzt signalisiert, dem Vorschlag nicht zuzustimmen, erklärt Joel Zambito vom Freiraum. Für das Juz käme nur eine Veranstaltung im Monat nicht in Frage, da zu viele Interessensgruppen in den Jugendraum kämen, und jede wolle ihr eigenes Happening (Konzerte, Lesungen, Spiele, Ausstellungen) haben. „Die Bank hingegen kann auch ganz weg, wenn sie das Problem darstellt“, meint Zambito.

Der Kläger ist bis jetzt der einzige Bürger, der sich über das Jugendzentrum beschwert, sagen Freiraum und Stadt. Mit seinem Anliegen ging er indes schon 2013 zur Polizei. Seitdem sei der Freiraum den Anwohnern entgegengekommen, sagt Zambito. Für den Raucherbereich vor dem Raum sei immer eine Person eingeteilt, die darauf achtet, dass es leise ist und die Tür geschlossen bleibt. Außerdem wird der Raum nicht mehr für Geburtstage vermietet, um die Veranstaltungen zu reduzieren. 2016 hätten erst 16 Veranstaltungen stattgefunden, findet Joel – das sei eh schon wenig.

ta

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