Vielseitige Musikerschar: Das Große Blasorchester und Nachwuchsorchester der Knabenkapelle mit Eduard Civeja. foto: ink

Knabenkapelle Dachau nimmt ihr Publikum mit auf eine Weltreise

Dachau - Zu einer musikalischen Reise durch Europa hat die Knabenkapelle Dachau unter der Leitung von Eduard Civeja die Freunde der Blasmusik ins Ludwig-Thoma-Haus eingeladen. Die Zuhörer kamen voll auf ihre Kosten.

Das Nachwuchsorchester und das Große Blasorchester wollten mit dem Herbstkonzert aufgrund der aktuellen Situation ein Zeichen „für mehr Europa“ setzen, sagte Sprecher Benedikt, der durch das abwechslungsreiche, unterhaltsame Programm führte. Der Bogen spannte sich mit faszinierenden Klezmer- Klängen aus der jüdischen Volksmusik bis hin zur flotten Schmankerl-Polka, einer Komposition des ehemaligen Dirigenten Wolfgang Grünbauer. „Postcards from England“ führten britische Landschaften vor Augen, und „The Spirits oft he Celts“ erinnerten an die keltischen Ursprünge.

Spanisch-feurig wurde es nach der Pause mit dem Titel „Sa Musica“ von Jacob de Haan. In dieses Stück fließen Themen von der Insel Mallorca ein, von ihren spanischen Einflüssen und festlichen Prozessionen. Die „Kleine Ungarische Rapsodie“ erzählt von wehmütigen Geigenklängen, von Liebe und Leid in der Weite der Puszta. Italien durfte nicht fehlen, und für Frankreich stand „La Vie en Rose“, die unsterbliche Melodie einst der legendäre Chansonsängerin Edith Piaf zu Weltruhm verhalf.

Was wäre eine bayerische Blaskapelle ohne einen böhmischen Beitrag? Veronika und Thomas beschworen im Duett „Böhmische Liebe“: „Du weißt, ich liebe dich, mein Herz schlägt nur für dich.“ Genauso gelungen war der solistische Beitrag von Maximilian Boblest auf dem Tenorhorn mit dem Stück „The Jolly Chimney Sweep“ von Harm Evers.

Mit donnerndem Applaus bedankten sich die begeisterten Zuhörer für das stimmungsvolle, klanggewaltige Konzert, das „viel Mühe und hohen Zeitaufwand“ erfordert habe, wie Benedikt eingangs erwähnte. Doch die Mühe hat sich gelohnt.

Als Zugabe gab es noch den „Radetzky Marsch“ von Johann Strauss (Vater) zum Mitklatschen und zum Mitsingen noch die Bayernhymne. Dafür versammelten sich das Nachwuchsorchester und das Große Blasorchester der Knabenkapelle gemeinsam auf der Bühne. (mm)

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