Die Schönen und das Biest: Kai Kühnel, Renate Jatzeck und Mike Berwanger (von links) sowie verdeckt am Schlagzeug Christoph Stangl. Foto: Hab

Knackige Heimatlieder

Dachau - Wenn eine Band erfährt, dass ihr erstes Konzert ausverkauft ist, sie deshalb zwei Tage später ein zweites ansetzt, und es auch für dieses flugs keine Tickets mehr gibt, dann kann sie durchaus stolz auf sich sein. So wie „Die Schönen und das Biest“.

Die Dachauer Formation hat am Freitag und Sonntag gleich zweimal ihr Publik in der Kultur-Schranne begeistert. Renate Jatzeck (Gesang), Mike Berwanger (Bass, Gitarre, Gesang), Kai Kühnel (Piano, Keyboard) und Christoph Stangl (Schlagzeug) machten auf der Bühne, was ihnen gefällt und ernteten dafür glücklich machenden Applaus.

Denn das war es, was sie auf ihren Tickets einforderten: Machen Sie uns reich, glücklich und unabhängig. Reich konnten sie mit dem Eintrittsgeld kaum werden, unabhängig sind sie schon lange und bewiesen dies auch mit ihrem Auftritt. 17 Songs gaben sie zum Besten - Heimatlieder, wie sie es nannten und verpackten in einen Sound ohne Schnickschnack Kapitalismuskritik, Politikerschelte und die Abrechnung mit dem bösen Nachbarn. Ihr ultimatives Liebeslied fing da an, wo Ralph Siegel längst aufgehört hätte - beim Sex. Eines jedoch blieben sie dem Publikum schuldig: die Aufklärung darüber, wern nun die Schönen sind, und wer das Biest. (flg)

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