Kohlestrom-Gegner fordern Informationen

Dachau - Das Kohlekraftwerk in Lünen ist ein heißes Thema. Nachdem die Bürgerinitiative Kontra-Kohlestrom-Dachau vergangene Woche gefordert hatte, dass die Öffentlichkeit über den Stand des Ausstiegs aus Lünen informiert werden soll, hat nun das Bündnis für Dachau einen Antrag zu dem Thema gestellt.

Die Werkleitung der Stadtwerke soll in öffentlicher Sitzung über einen Prozess am Oberverwaltungsgericht in Nordrhein-Westfalengegen berichten.

In dem Prozess geht es um die Genehmigung für den Betrieb des Kraftwerks. Das Gericht habe dem Betreiber Trianel empfohlen, die Emissionen verschiedener Schadstoffe zu begrenzen - daraufhin habe sich Trianel dazu verpflichtet, das Kraftwerk nur noch auf 85 Prozent der theoretisch möglichen Jahresbetriebsstundenzahl laufen zu lassen. „Eine Vonvorneherein-Begrenzung ist für ein Vollastkraftwerk unwirtschaftlich“, schreibt Stadtrat Kai Kühnel im Antrag. Nun soll die Werkleitung erklären, ob durch die neuen Auflagen Mehrkosten entstehen - und ob ein wirtschaftlicher Betrieb damit noch möglich ist.

Die Stadtwerke Dachau besitzen eine Kapitalanteil von 781 000 Euro an dem Kraftwerk in Lünen. Im Juli 2010 war in einem Bürgerentscheid der Ausstieg aus dem Kohlestrom beschlossen worden. Das Kraftwerk soll 2012 ans Netz gehen. Werksleiter Robert Haimerl hatte angekündigt, im nächsten Werksausschuss über das Thema detailliert zu informieren.

(np)

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