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Kandidaten der „Liste Oberroth“ (von links): Vorne Heidi Lahr, Yvonne Frömelt, Stefanie Wiedemann, Melanie Mihatsch, Ilon a Seyfried und Claudia Donaubauer; Mittlere Reihe Gerhard Geserer, Albert Zitzlsperger, Martina Höppler, Kilian Kellerer, Claudia Kellerer, Uli Bscheid, Horst Brand, Patricia Blimmel, Nikolaus Gerhard, Daniel Haagen und Dagobert Trummer; hintere Reihe Maximilian Thaller, Christopher Zöttl und Alfons Hauke. 

Kommunalwahl 2020: Oberroth präsentiert erstmals eigene Liste

Oberroth stellt erstmals bei der nächsten Kommunalwahl im März 2020 eine eigene Liste auf. Die rechtlichen Hürden dafür sind genommen -  bis auf eine.

Oberroth – Im kommenden März wird in der Gemeinde Schwabhausen mit der „Liste Oberroth“ eine weitere Wählergruppierung in den Kreis der Bewerber für die Gemeinderatswahl treten. Die ersten grundsätzlichen Voraussetzungen dafür sind geschaffen, jetzt muss nur noch eine Hürde in Form einer Unterstützerliste genommen werden, damit die „Liste Oberroth“ antreten kann.

Nachdem im Ort der Wunsch entstanden war, sich künftig aktiver am politischen Geschehen zu beteiligen, hatte sich im Frühjahr eine Interessengruppe formiert, die seitdem das Ziel verfolgt, mit einer eigenen Liste zur Gemeinderatswahl anzutreten. Mit der Vereinsgründung der „Liste Oberroth“, der Unterzeichnung der Satzung und der Wahl des Vorstands sind am Montagabend die Grundlagen geschaffen worden, sich künftig deutlicher positionieren zu können.

Vereinsvorsitzender Gerhard Geserer begrüßte im Landgasthof Haagen zur Aufstellungsversammlung der Bewerber für den Gemeinderat und ging auf die Beweggründe für die Vereinsgründung ein. Wie entstand der Wunsch, dass sich die Oberrother politisch aktiver engagieren und deutlich ausrichten wollten? Bis dato war man ein „weißer Fleck auf der politischen Landkarte“ (Geserer), und nun will man die Politik mitgestalten: „Wir haben die Begeisterung!“, fasste er zusammen.

Auf dem Banner und auf der Webseite www.liste-oberroth.de haben sie dafür kurz und knapp den Slogan gewählt: „Echte Menschen! Echte Oberrother!“

Warum ein Verein? Bis zur Vereinsgründung seien sie „eine nicht organisierte Wählergruppe“ gewesen. Mit der Gründung habe man wertvolle Grundlagen für die weitere Arbeit gelegt.

Als Ansprechpartner neben Geserer steht als zweiter Vereinsvorsitzender Uli Bscheid zur Verfügung, Stefanie Wiedemann ist Kassier, Daniel Haagen Schriftführer und Christopher Zöttl ist der Medienbeauftragte der „Liste Oberroth“. Der Verein soll das „Ohr an der Bevölkerung haben, Meinungen einholen, filtern, diskutieren und verteilen“.

Für die gewünschte Transparenz gegenüber den Bürgern hat der Medienbeauftragte Christopher Zöttl zusätzlich einen digitalen Bürgerbriefkasten auf der Internetseite eingerichtet.

Die Wählergemeinschaft nennt sich „Oberrother Liste“, das bedeute aber nicht, dass sie nur für die Oberrother da seien, betonte der Vereinsvorsitzende und bediente sich eines Vergleichs mit einem international agierenden Münchner Fußballverein, der in seinem Vereinsnamen auch den Stadtnamen München eingeschlossen hat, dessen Aktionsfeld sich aber ebenfalls über die Stadtgrenzen erstreckt.

Ihm kommt es so vor, als wenn man noch in einem Boot sitzt und anfänglich in alle Richtungen rudert. Sich zu einigen und so zum Ziel zu kommen, das sei Demokratie, und genau das wollten alle Kandidaten mit großer Begeisterungsfähigkeit praktizieren, erläuterte Geserer.

Die Kandidatenliste spiegelt einen Querschnitt aus verschiedensten Alters- und Berufsgruppen wider. Mit neun Frauen und 13 Männern haben sich Bewerber gefunden, die sich politisch einbringen wollen.

Wahlleiter Roland Straucher führte souverän durch die zwei erforderlichen Durchgänge. Nachdem sich alle Kandidaten kurz vorgestellt hatten, wurden in geheimer Wahl im ersten Durchgang die 20 Kandidaten mit 62 Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung bestätigt. Das gleiche Ergebnis erzielte der zweite Wahldurchgang, der für die beiden Ersatzkandidaten gesondert durchgeführt wurde. Für Geserer ein ausgezeichnetes Votum.

Jetzt fehlen zur endgültigen Wahl-Zulassung für die Liste noch 120 Unterstützer-Unterschriften. Hier appelliert Geserer an alle Wahlberechtigten, zwischen dem 9. Dezember und Mitte Februar nächsten Jahres bei der Gemeinde persönlich vorbeizuschauen, den Ausweis mitzubringen und für die „Oberrother Liste“ zu unterschreiben.

Auf der sehr gut besuchten Veranstaltung im Landgasthof Haagen in Oberroth fanden sich neben den drei Bürgermeisterkandidaten Thomas Hack, Wolfgang Hörl und Florian Scherf auch einige Gemeinderäte und Vertreter der anderen Parteien. Geserer empfand diese Präsenz aller als eine sehr große Wertschätzung, was er deutlich kommunizierte.

Hack, Hörl und
Scherf zu Gast

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