Konfrontiert mit Problemen und Nöten

Hilgertshausen - Die Gemeinde Hilgertshausen-Tandern übergibt die Ehrennadel an Berti Weigl und Adi Putz.

Berti Weigl und Adi Putz sind mit der Ehrennadel der Gemeinde Hilgertshausen-Tandern ausgezeichnet worden. Die Ehrung fand bei einer Festsitzung im mit Fahnen und Blumen geschmückten Sitzungssaal des Rathauses statt.

Bürgerengagement konfrontiert die Ehrenamtlichen mit Problemen und Nöten, manchmal auch mit Schmerz und Leid, sagte Bürgermeister Kornprobst. Das aber hat weder Berti Weigl und Adi Putz davor abgehalten, über Jahrzehnte dem Gemeinwohl dienlich zu arbeiten.

Berti Weigl war von 1978 bis zum Jahr 2010, also insgesamt 32 Jahre lang Vorsitzende des Katholischen Frauenbundes Hilgertshausen. „Sie war ungemein rührig und Motor für eine Vielzahl von Veranstaltungen und Aktionen in vielen gesellschaftlichen und sozialen Bereichen“. Berti Weigl habe stets nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ gehandelt. Bestes Beispiel hierfür ist der seit 1981 vom Frauenbund organisierte und durchgeführte Hilgertshausener Christkindlmarkt. Auch die Seniorenbetreuung sei für Berti Weigl in all den Jahren ein wichtiges Betätigungsfeld gewesen. Schon 1979 hat der Frauenbund den ersten Seniorennachmittag veranstaltet, und seit Jahrzehnten ist auch der „Frauen-Buntfasching“ des Frauenbundes vom Gemeindeleben nicht mehr wegzudenken. Unter der Regie von Berti Weigl ist das Religiöse in der von ihr geleiteten Organisation nie zu kurz gekommen.

Dass Berti Weigl und ihre Mitstreiterinnen auch das Ortsbild am Herzen liegt, kommt alljährlich beim Osterbrunnen und bei dem am Dorfweiher stehenden Bildstock zum Ausdruck, der auch eine Anschaffung des 130 Mitglieder zählenden Frauenbundes ist. Ganz wichtig erachtet der Bürgermeister den Krankenbesuchsdienst und die Nachbarschaftshilfe. Zwei Einrichtungen, die es dank Frauen vom Schlage einer Berti Weigl schon seit Jahrzehnten in Hilgertshausen gibt. „Für all diese Einrichtungen und Aktionen trug Berti Weigl 32 Jahre lang Verantwortung, so dass es an der Zeit ist, ihre Leistungen mit der Ehrennadel der Gemeinde zu würdigen“, unterstrich Kornprobst.

Initiator eines großen Spektrums an Initiativen und Aktionen im gesellschaftlichen Bereich war auch Adi Putz, der 37 Jahre lang den örtlichen Gartenbauverein mit derzeit 185 Mitgliedern geleitet hat. Unter seiner Regie wurde jedes Jahr ein großer Christbaum am Kirchplatz aufgestellt und regelmäßig die Blumenfläche am Maibaum gepflanzt. Mit Hunderten von Geranien sind stets auch die Blumenkästen an den Ilmbrücken bepflanzt und den ganzen Sommer über gepflegt worden. Für Putz und seine Gartlerkollegen ist es auch Ehrensache gewesen, alljährlich am Ramadama teilzunehmen und sich an den Altpapiersammlungen zu beteiligen. Unter Putz sei auch die Geselligkeit nie zu kurz gekommen. „Adi Putz hat einen großen Tatendrang entwickelt und immer wieder andere mobilisieren können, um das Vereinsleben und Aktionen im gesellschaftlichen und gemeinnützigen Bereich durchzuführen“, so Kornprobst.

Der Bürgermeister steckte die Ehrennadel der Gemeinde an und bat die beiden Geehrten, sich ins Ehrenbuch der Gemeinde einzutragen. Abschließend gab es einen Stehempfang mit Imbiss.

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