Machenschaften zum Menü: Die Intrigen beim Krimi-Dinner werden im Laufe des Abends immer hinterlistiger. hab

Krimidinner: Gaumenfreuden beim Götterwirrwarr

Karlsfeld - Das Gartlerstüberl in der Kleingartenanlage an der Kufsteiner Straße wird zur Krimikulisse: Die Muckerl-Bühne verwandelt die Stube in einen Schauplatz für einen heimtückischen Mord.

Dieses Jahr bietet die Muckerl-Bühne mit dem Stück „Tod auf dem Olymp“ ein mörderisches Vergnügen, zu dem Wirtin Angelika Albertshofer ihren Gästen ein delikates Drei-Gänge-Menü serviert. Rund 40 Gäste wohnten der Premiere des diesjährigen Krimi-Dinners bei. Sie durften in die Rolle des Ermittlers schlüpfen und nach dem Täter suchen. Heuer Jahr spielt der Fall in der Unterwelt. Mit „Tod auf dem Olymp“ entführten die beiden Autoren und Schauspieler Veronika Schwarzmaier und Rudi Django Siegl die Gäste ins Reich der Götter. Die Frage ist: Wer hat Zeus’ Blitze gestohlen - und vor allem: Wer hat Göttin Athene auf dem Gewissen? Während die Gäste die Motive untersuchten und versuchten, dem Geheimnis nach und nach auf die Spur zu kommen, verwöhnte die Gastgeberin, selbst als Göttin verkleidet, mit kulinarischen Genüssen.

Dass sich die Zahl der Verdächtigen im Laufe des Abends steigerte, versteht sich von selbst. Im Reich von Persephone, der griechischen Göttin der Unterwelt, treffen die Götter aufeinander, und es wird sichtbar, dass auch sie letztendlich nur Menschen sind. Im Götterwirrwarr und in den Machenschaften sind auch zwei Menschen, Pelopeia und Jana, in die fieberhafte Suche nach den Blitzen verstrickt. Die Intrigen im Laufe des Abends werden immer hinterlistiger und gipfeln letztendlich im Mord an der Göttin Aphrodite, gespielt von Sandra Haas. Zwischen den einzelnen Akten des Theaterstücks werden die Zuschauer immer wieder ins Geschehen einbezogen. Überhaupt lebt das Stück „Tod auf dem Olymp“ von seiner Lebendigkeit. Mit Humor und einer Prise Sarkasmus nimmt das rasante Geschehen in der Unterwelt zu und zeigt deutlich weltliche Züge wie Neid, Eifersucht und Zwietracht.

Die Idee zu dieser Erlebnisgastronomie entstand im Jahr 2012 zum 25-jährigen Bestehen der Karlsfelder Muckerl-Bühne. „Da haben wir alles Mögliche gespielt und zum ersten Mal ein Krimi-Dinner ausprobiert“, erinnert sich Katrin Siegl. Auch weil alle Darsteller gerne nah am Zuschauer spielen, so Siegl.

Das wurde auch im Laufe dieses Abends deutlich. Mit grandiosem Wortwitz, tollen Kostümen und einen Schuss schwarzen Humor sorgte die elfköpfige Schauspielertruppe für einen (Mords-)Spaß mit hervorragendem Gaumenkitzel. Eine spannende Geschichte, die sich zwischen Olymp und der Unterwelt abspielt und von den Darstellern mit Charme und Improvisationstalent umgesetzt wird. Hinreißend sarkastisch verkörperte Rudi W. Siegl einen stets angetrunkenen Dionysos, in der griechischen Götterwelt der Gott des Weines und der Freude, der sich schon einmal kumpelhaft ins Publikum setzt und zum Weißbierglas greift. Mit Esprit und Charme spielte auch Benedikt Bruckner. In Anspielung auf den gleichnamigen Paketversand erschien er als Götterbote Hermes in entsprechender Berufskleidung - und hatte natürlich die Lacher auf seiner Seite.

Die Story nahm gegen Ende einen rasanten Lauf mit einer Vielzahl an Verdächtigen. So stellte sich die Frage: Wer hat ein Motiv? Die Spekulationen gingen in alle Richtungen - bis hin zum Dessert und dem grandiosen Finale der Kriminacht.

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