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Joachim Jacob übt wieder Kritik am Landratsamt. Bereits vor einigen Monaten haperte die Zusammenarbeit.

Joachim Jacob kritisiert Zusammenarbeit

Zwist zwischen Helferkreis und Landratsamt geht weiter

Petershausen - Bereits im April dieses Jahres krachte es gewaltig zwischen Landratsamt und Helferkreisen. Nun zeigt Asylhelfer Joachim Jacob erneut die Probleme in der Zusammenarbeit auf. Einige Punkte hätten sich auch seit der Aussprache vor rund vier Monaten nicht geändert.

Das Landratsamt betreut insgesamt 18 Helferkreise im Landkreis. Doch mitunter knirscht es in der Zusammenarbeit mit den Asylhelfern in Petershausen. 

Obwohl Landrat Stefan Löwl (CSU) die Asyl-Beauftragten im Landratsamt seit seinem Amtsantritt am vor rund zwei Jahren auf 31 Mitarbeiter ausgebaut hat.

Zu wenige Mitarbeiter für den Themenbereich Asyl im Landratsamt

Was zunächst viel klingt, relativiere sich schnell, erklärt Dr. Joachim Jacob als Vorsitzender des Helferkreises in Petershausen sowie einer der Sprecher aller Helferkreise im Landkreis. 

Denn unter den Beschäftigten im Landkreis für das Thema Asyl seien auch viele Teilzeitkräfte. Wegen der enormen Größe der Aufgaben mit 18 Helferkreisen hakte es auch manchmal, so Jacob.

Er steht dem Landratsamt zwiespältig gegenüber. Einerseits sagt der Petershausener: „Die sind beim Landratsamt alle sehr nett.“ Jedoch fügt er hinzu: „Aber sie hängen anderseits in der Bürokratie fest und lassen sich mitunter gar nicht helfen.“

Späte Antworten auf Fragen des Helferkreises

Das belaste das Verhältnis zu den Helferkreisen. Weiterhin kritisiert Jacob, dass das Landratsamt zwar Arbeitshilfen erarbeitet habe, aber sie nicht umsetze. Außerdem dauere es oft lange, bis die Mitarbeiter des Landratsamtes auf die Fragen der Helfer antworten: „Wir warten mitunter Wochen.“

Der stellvertretende Landratsamts-Pressesprecher Alexander Krug räumte ein, dass die Zwei-Tage-Frist für Antworten nicht eingehalten würde. Aber er bat um Verständnis angesichts der vielen Aufgaben, welche die Mitarbeiter übernehmen müssten.

Versprechungen des Landratsamtes wurden nicht eingelöst

Jacob bemängelte jedoch, dass Landrat Löwl Besprechungen zwischen den Helferkreisen und dem Landratsamt in den Unterkünften versprochen hatte, um Probleme schneller klären zu können. 

„Doch bis heute fand kein einziges Treffen statt.“ Pressesprecher Krug erklärte, dass am Dienstag, 13. September, eine Helferkreisbesprechung mit dem Landrat Löwl stattfinden soll.

Joachim Jacob stößt sich aber auch an Kleinigkeiten: Er fordert, dass an jeder Tür von Asylbewerberzimmern Posttaschen als Briefkastenersatz hängen sollen. Doch es gebe bisher nicht genügend Posttaschen und es fehle an Klebestreifen, um sie anzubringen. 

Deshalb musste der Helferkreis sie aus der eigenen Tasche bezahlen. Auch die Reißzwecken für die zu Unterrichtszwecken verwendete Pinnwand musste der Helferkreis kaufen. Die Pinnwand finanzierte das Landratsamt. 

Krug räumte ein, es sei sinnvoll, Reißzwecken zu besorgen. Doch könne es vorkommen, dass die Landratsamtsmitarbeiter sie bei der Bestellung vergessen. Gleichzeitig stünde dem Helferkreis ein Unterstützungsfonds von 3400 Euro zur Verfügung.

Zu wenige Mülltonnen in der Asylbewerberunterkunft

Doch es fehle an der Grundversorgung: Seit Monaten hat der Helferkreis mehrere Mülltonnen und Aschenbecher angefordert, so Jacob. Weil sie fehlten, würden Tonnen zweckentfremdet oder Müll wenig hygienisch in Müllsäcken entsorgt. 

„Die sind bestellt“, versicherte Krug. Außerdem habe die Petershausener Unterkunft mehr Mülltonnen als vergleichbare Einrichtungen im Landkreis. 

Zwar seien die Asylbewerber über die Mülltrennung informiert, die Helfer sollten aber den Umgang mit Müll erneut ansprechen, so Krug.

Von Reinhard-Dietmar Sponder

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