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157 500 Kubikmeter Sand und Kies

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Hilgertshausen - Die bestehende Kies- und Sandgrube bei Thalhof ist 39 500 Quadratmeter groß. Nun hat der Gemeinderat von Hilgertshausen-Tandern eine weitere Abbaufläche von 14 000 Quadratmetern beschlossen.

Eigentümer des gesamten Flurstücks ist die Familie Weigl. Auf einem Teilstück wurde bis vor kurzem eine genehmigte Lehmgrube betrieben. Der Abbau durch die Firma Schlagmann ist mittlerweile abgeschlossen. Wie der Hilgertshausener Verwaltungsbeamte Hans Schweiger vor dem Gemeinderat betonte, erfolgt die Wiederverfüllung und Rekultivierung der Grube durch die Firma Lochner aus Indersdorf.

Diese Wiederverfüllung sei im westlichen Teil bereits erfolgt. Im östlichen Teil befinden sich unter der bereits abgebauten Lehmschicht jedoch noch Sand und Kies. Die Firma Lochner beabsichtigt, diese Schichten noch zu gewinnen, bevor das Abbaugelände dann endgültig wiederverfüllt und rekultiviert werde.

Weil die Grube über eine Straße erschlossen ist, die zur Staatsstraße 2050 führt, regte CSU-Gemeinderat Peter Schadl an, dass der Nutzungsvertrag für diesen Verkehrsweg entsprechend verlängert wird. Bürgermeister Hans Kornprobst stellte fest, dass sich die Straße zur Grube noch in einem überraschend guten Zustand befindet.

Zur beabsichtigten Abbautiefe führte Schweiger aus, dass der Abstand zum Grundwasser immer noch rund vier Meter betrage. Für den Trockenabbau werde ein Radlader sowie ein Hochlöffelbagger zum Einsatz kommen. Der Abtransport erfolge per Lkw.

Laut Hans Schweiger habe die Firma ein Abbauvolumen von 157 500 Kubikmeter errechnet. Lege man die vom Antragsteller angestrebte Jahresabbaumenge von rund 15 000 Quadratmeter zu Grunde, könne man für die geplante Abbaufläche einen Zeitraum von 15 Jahren annehmen. „Zuzüglich einer Sicherheit von zwei Jahren ergibt sich ein Abbauzeitraum von rund 17 Jahren“, rechnete Schweiger vor.

Eine Aufteilung in Abbauabschnitte werde nicht vorgenommen, dazu sei die Fläche zu klein. Der Abbau soll, wie schon zuvor der Lehmabbau, von West nach Ost vorangetrieben werden. Er soll die ganze Abbautiefe in einem Zug erfassen. Die Wiederverfüllung und Rekultivierung sollen parallel zum Abbau erfolgen, spätestens nach 22 Jahren soll damit endgültig Schluss sein. Die geplante Abbaumenge erfordere Schweiger zufolge durchschnittlich sieben bis acht Fahrzeugbewegungen pro Tag. Einschließlich Wiederverfüllung komme man auf ein durchschnittliches werktägliches Verkehrsaufkommen von zehn bis elf Lkw.

Mehrere Gemeinderäte interessierten sich besonders für die Verfüllung der Grube. „Wer kontrolliert das Verfüllmaterial“, fragte Klaus Glas (WG Hilgertshausen). Schweiger verwies diesbezüglich auf das Landratsamt. Es sei vorgesehen, mit Hilfe einer technischen Sorptionsschicht das Grundwasser vor Belastungen zu bewahren. Das bestehende Gutachten geht davon aus, dass eine Schichtstärke von mindestens 100 Zentimetern ausreicht.

Die Rekultivierungsschicht habe eine Gesamtmächtigkeit von 240 Zentimetern. Als Abdeckung sei zunächst eine zwei Meter starke Schutzschicht aus unbelastetem Erdaushub ohne Bauschuttanteile einzubauen. Die letzten 40 Zentimeter will die Firma mit Oberbogen versehen, um anschließend die Oberfläche entsprechend den Rekultivierungszielen herrichten zu können.

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