Bewährtes Team: (v.l.) Uli Schneider Klaus Reinhardt, Ingrid Schulidoff, Wolfgang Henkel, Georg Ettner und Astrid Kühne. gh

„Kultur ist nicht zum Nulltarif zu haben“

Altomünster - Bei der Jahresversammlung des Kulturförderkreis Altomünster geht es um ein buntes Programm - und nicht immer schwarze Zahlen.

Dass in Altomünster ein recht reges Kulturangebot gemacht werden kann, liegt zu einem erheblichen Anteil am Kulturförderkreis. Bei der, etwas dürftig besuchten, Jahresversammlung im Gasthaus Kapplerbräu wurde das sehr deutlich.

Stets war der Verein bemüht, ein breit gefächertes Angebot für Jung und Alt zu bieten, auch wenn dabei nicht immer schwarze Zahlen herauskamen. Das Vorstandsgremium jedenfalls geht mutig und vor allem geschlossen in das kommende Jahr: Bei den Neuwahlen stellten sich alle komplett wieder zur Verfügung. Uli Schneider war nach 13 Jahren im Amt des Vorsitzenden nicht abergläubisch, sondern stellte sich auch für die kommenden drei Jahre zur Verfügung. Kassier blieb Georg Ettner und Schriftführerin Ingrid Schulidoff. Als Beisitzer wurden Astrid Kühne, Klaus Reinhardt, Wolfgang Henkel und Siggi Sureck gewählt. Aktuell hat der Verein 87 Mitglieder.

Bürgermeister Anton Kerle, der zusammen mit seinem Vorgänger Konrad Wagner die Wahl leitete, sagte, dass ihm der Kulturförderkreis mit seiner Arbeit sehr wichtig ist. „Kultur ist nicht zum Nulltarif zu haben“, erklärte er verständnisvoll, deshalb werde die Gemeinde auch künftig die Arbeit des KFK unterstützen.

Im Rückblick wies Schneider auf die Klosterhofserenade mit der Teufelsgeigerin Martin Eisenreich hin, auf den Besuch der LadyBirds mit ihren Handpuppen, das liebevolle Klapptheater und das besondere Weihnachtskonzert. Gut angenommen wurden auch die Kulturstammtische, die auch heuer fortgesetzt werden sollen. Das diesjährige Programm wird abwechslungsreich: Mit dem traditionellen Jazzfrühschoppen mit den Amper Stompers oder der Klosterhofserenade, bei der diesmal Stofferl Well ungarisches Temperament unter dem Titel „Wildes Herz“ mitbringen will. Musikalisch wird es mit Tom & Flo mit ihrem „Swinging Sixties“ und der blumigen Weihnacht zum zehnten besonderen Weihnachtskonzert. In den Stammtischen wird die indonesische Tauch-Unterwelt erkundet, man setzt sich mit dem Frauenbild von heute und damals auseinander, lernt die Dichtkunst hinter den Klostermauern kennen, beschäftigt sich in der Vorlesung mit der „verschwundenen Birgitta“ und betrachtet das Saxophon als Blasinstrument einmal ganz genau. Dazu gibt es noch Fahrten zur Landesausstellung über Napoleon und die Bayern und zur Erkundung von Istrien.

Den Auftakt des Programms bildet am 24. Februar die Gesprächsrunde im Stammtisch, wo es um Asylbewerber und andere Immigranten geht. Dabei will der Helferkreis deutlich machen wird, dass er alleine diese Aufgaben nicht bewältigen kann, sondern viel mehr Unterstützung von allen Bürgern braucht.

Außerdem wird es heuer wieder ein Freilichttheater vom Theaterverein geben, dessen Premiere am 20. Juni ist. Auch künftig soll es wieder beim Christkindlmarkt ein Postamt geben, bei dem die Kinder ihre Wunschzettel abgeben können. 42 sind im vergangenen Jahr zusammengekommen, die auch inzwischen alle vom Christkindlpostamt beantwortet wurden.

Applaus gab es am Ende nicht nur für die Aussage, dass der KFK auch weiterhin gute Kultur in Altomünster anbieten möchte, sondern auch für eine Reihe größerer Spenden, darunter eine von der Marktgemeinde und eine von der Bürgerstiftung.

(gh)

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