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Prägende Persönlichkeiten: alle Vorsitzenden des Kulturförderkreises (von links) Klaus Reinhardt, Dr. Uli Schneider, Peter Valina, Peter Schultes und Siegfried Bradl.

In der Sauna fing alles an

Kulturförderkreis feiert 40-jähriges Bestehen

Der Kulturförderkreis Altomünster hat 2015 sein 40-jähriges Bestehen gefeiert. Im Rahmen des Alto-Barocco-Konzertes zogen die Verantwortlichen Bilanz. Hierbei kam heraus, dass einst alles in einer Sauna begann.

Dr. Uli Schneider, der Vorsitzende des Kulturförderkreises (KFK) freute sich bei dem Rückblick auf 40 Jahre besonders, dass alle ehemaligen Vorsitzenden gekommen waren. Er bat sie, die wichtigsten Ereignisse ihrer Zeit noch einmal Revue passieren zu lassen. Schneider dankte ganz besonders Peter Schultes und Siegfried Sureck, die bei einem Saunagang 1974 die Idee hatten, die kulturtragenden Vereine Altomünsters, den Männergesangverein Frohsinn, das Dachauer Forum, den Ortsverschönerungsverein und den Musikverein, unter dem Namen Kulturförderkreis unter ein Dach zu bringen.

Es wurde eine lose Vereinigung, deren Mitglieder bei Veranstaltungen zusammenwirkten und sich ergänzten. Peter Schultes wurde der erste Vorsitzende und hatte schließlich 22 Jahre lang das Sagen. In seiner Zeit wurde 1975 der erste altbairische Christkindlmarkt eingeführt. Nur die Vereine und Dorfgemeinschaften des Marktes sollten ihn bestücken und nicht fremde Händler. Das ist bis heute so geblieben. Fünf Jahre später kam das Adventssingen in der Pfarrkirche dazu.

1982 rief Prof. Dr. Wilhelm Liebhart zusammen mit Klaus Haller aus Karlsfeld die geistlichen Schauspiele im Kloster ins Leben, die dann mit dem Katakombenheiligenspiel, den Birgittenspielen und schließlich der Passion in althochdeutscher Sprache mit viel Erfolg uraufgeführt wurden. Schließlich kamen ab 1983 Hobbykünstlerausstellungen und Theaterfahrten nach München und Augsburg hinzu. Peter Schultes dankte an dieser Stelle Rudi Fladerer, Ludwig Hofberger, Karl Buchberger senior und Doris Perl, die seine unermüdlichen Mitstreiter und Helfer waren.

1993 kam Siegfried Bradl mit ins Boot, der neue Veranstaltungen wie die Klosterhofserenade, den Nostalgieball und die Kulturtage mitorganisierte und schließlich für zehn Jahre der Nachfolger von Schultes wurde. Er stellte 1996 den KFK auf ein solides Fundament und führte die Vereinsgründung mit 38 Mitgliedern durch. Inzwischen ist ihre Zahl auf knapp 90 angewachsen. Neu eingeführt wurden in Bradls Ära der Jazzfrühschoppen und 1998 die Kreiskulturtage. In diesem Zusammenhang erinnerte Bradl daran, dass der KFK sehr mitgewirkt habe, damit der Kapplerbräusaal den Altomünsterern erhalten bleibt.

Schließlich kam die Zeit von Peter Valina, der tatkräftig von Horst Oguntke unterstützt wurde. Valina war es schließlich, der den Jazzfrühschoppen nach Altomünster holte und die Freundschaft mit dem Südtiroler Ort Tscherms anleierte, die bis heute besteht. Nach den drei Valina-Jahren übernahm kurzfristig Klaus Reinhardt den Vorsitz des KFK. Er hatte schon immer rührig mitgearbeitet und war jahrelang für die Abwicklung des Christkindlmarkts zuständig. Er rief zudem den Altomünsterer Krippenweg ins Leben. Aus gesundheitlichen Gründen musste Reinhardt aber schon nach zwei Jahren sein Amt zur Verfügung stellen. Sein Nachfolger wurde der amtierende Chef Uli Schneider. Ihm lagen vor allem die Alto-Barroco-Konzerte am Herzen. Er hauchte den Kulturstammtischen neues Leben ein und zeigte mit den sommerlichen Konzerten „Cafe a la Fontana“ neue Möglichkeiten auf.

Gisela Huber

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