"Kunst macht stark": Karlsfelder Kinder bieten einen märchenhaften Abschluss

Karlsfeld - „An die Saiten…, fertig…, los…!“ Dieser Aufruf ging an 41 junge Musiker der Vivaldi-Mäuse und Spielern der beiden Karlsfelder Zupferklassen für den Abschluss eines besonderen Projekts.

In der proppenvollen Turnhalle der Verbands-Grundschule kam das musikalische Theaterstück „Wie Bratpfanne und Riesenschuh zusammen finden“ zur Aufführung, das sich die Kinder und Jugendliche des Vivaldi-Orchesters im Rahmen des vom Kultusministeriums geförderten Projekts „Kultur macht stark“ (Kumasta) selbst ausgedacht hatten.

Seit März brachte Monika Fuchs-Warmhold die Kinder bei zahlreichen Proben dazu, kräftig in die Saiten ihrer Gitarren und Mandolinen zu hauen. Das Ministerium würdigte die außerordentliche Jugendarbeit der Vivaldi-Dirigentin und ausgebildeten Musikpädagogin, denn an dem integrativen Projekt waren die unterschiedlichsten Gruppen beteiligt. Die Verbandsgrundschule stellte Raum und Zeit zur Verfügung, die Vivaldi-Mäuse musizierten gemeinsam mit Mädchen und Buben aus den Zupferklassen beider Karlsfelder Grundschulen, die Nachwuchsdirigentin Anna Pobel schwang den Taktstock, und Jugendliche der Vivaldi-Tiger und des Vivaldi-Orchesters übernahmen die Hauptrollen.

Jana Burghardt, Melanie Weikerstorfer und Lena Huber betreuten die aufgeregten Kinder, stimmten zahllose Instrumente und unterstützten Fuchs-Warmhold, wo es nur ging in der Organisation und der Planung. „Ohne die Jugendleiterinnen wäre dieses Großprojekt nie möglich gewesen“, resümierte Monika Fuchs-Warmhold.

Lisa Atzenbeck las aus einem großen, grünen Märchenbuch die Geschichte von zwei Königreichen, die seit Jahren durch einen riesigen Graben mit vielen Ungeheuern getrennt sind - und damit ein Prinz und eine Prinzessin. Und wie es sich in einem richtigen Märchen gehört, gibt es ein Happy-End, aber nicht wie immer durch eine Liebesgeschichte von Prinz und Prinzessin, sondern dieses Mal durch die gemeinsame Liebe zur Musik.

Die 250 Zuschauer waren restlos begeistert, nicht zuletzt weil sie „mitmachen“ durften, zum Beispiel die Spieler anfeuern oder beim Orchesterlied mitsingen.

Isabell aus einer Zupferklasse berichtete am Ende des Tages glücklich: „Ich war so aufgeregt, dass ich seit heute früh um sechs nicht mehr schlafen konnte, und jetzt hat es so viel Spaß gemacht.“ Und auch Lena Huber zeigte sich zufrieden: „Es war zwar wirklich viel Arbeit, aber es hat uns alle näher zusammen gebracht.“ (mm)

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