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„In die Jahre gekommen“ ist die Dachauer Kunsteisbahn nicht nur nach Meinung des Oberbürgermeisters.

Was wird aus der Kunsteisbahn?

Sanieren oder planieren?

Dachau - Die Dachauer Kunsteisbahn ist fast 40 Jahre alt – und damit „in die Jahre gekommen“, so der OB. Deshalb kommt demnächst die unvermeidliche Frage auf: Sanieren oder planieren?

Die gute Nachricht lautet: Die Technik und die Eismaschine sind auf dem neuesten Stand. Ansonsten hapert es so ziemlich an allem bei der Eisbahn, und das ist wörtlich zu nehmen – denn selbst die Betondecke ist uneben. Zudem gibt es Risse im Mauerwerk, die Toiletten sind sanierungsbedürftig, die Bänke müssen neu lackiert werden, in den Duschen schimmelt es, das Kassenhäuschen sollte renoviert werden, es fehlen Linien fürs Eishockeyspiel – und die Bande ist zu niedrig.

Außerdem haben die Dachauer „Woodpeckers“ seit November 2015 ein Sledge-Hockey-Team, also Schlitten-Eishockey. Für die Sportler wären auch einige bauliche Veränderungen angebracht: zum Beispiel eine Absenkung der Zugänge zur Eisfläche, Haltegriffe in den Toiletten und in den Duschen und ein Lagerplatz für das Material.

So oder so: Es gibt einen „erheblichen Bedarf“ an baulicher Sanierung, erklärte Oberbürgermeister Florian Hartmann im Hauptausschuss. Ähnlich wie damals beim Hallenbad sei es deshalb wohl auch bei der Eisbahn an der Zeit, eine „grundlegende Entscheidung zu treffen“, so der OB. Der Vorschlag: Erst einmal die Kosten der Sanierung ermitteln, dann weiterschauen. Das schlug auch Sportreferent Günter Dietz (CSU) vor.

Die Politiker waren damit grundsätzlich einverstanden. Christa Keimerl (SPD) aber wollte ganz einfache Umbauten für die Barrierefreiheit sofort vornehmen. Luise Krispenz (Grüne) betonte aber: „Das Freizeitangebot hat Vorrang.“ Dafür wurde die Eisbahn auch einst gebaut (siehe Kasten). Dietz und OB betonten, dass sowohl der Sport als auch die Öffentlichkeit dort weiterhin ihre Zeiten haben werden, „daran wird sich nichts ändern“, so Hartmann. Der ASV und der ESV, also die Woodpeckers, wurden bereits schriftlich aufgefordert, untereinander die Sportzeiten aufzuteilen.

Schließlich beschlossen die Mitglieder einstimmig, die Sanierungskosten zu ermitteln. Eine Diskussion über den Einwand von Kai Kühnel (Bündnis), dass „ein Neubau woanders dienlicher“ sei, wurde also erst einmal verschoben.

np

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