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21 Frauenmotive stellt Kunstkreis-Mitglied Klaus-Peter Kühne aus.

Galerie am Drosselanger in Karlsfeld

Kunst im Evaskostüm

Karlsfeld - So viele nackte Frauenkörper hat die Galerie am Drosselanger des Karlsfelder Kunstkreises wohl noch nie gesehen. Klaus-Peter Kühne stellt seine Werke aus.

21 Frauenmotive hängen an den Wänden oder stehen auf dem Boden. Klaus-Peter Kühne hat sie mitgebracht. Der Künstler und Entwicklungs-Ingenieur für Air Bags stellt sie in seiner Ausstellung „Momente 3 - Zitate + Gefangen“ aus.

Es ist die dritte Ausstellung des Kunstkreis-Mitglieds in dieser Galerie. Seine Werke untergliedert er in „Zyklen“, drei davon sind vom heutigen Freitag an zu sehen.

Der Zyklus „Gefangen“ zeigt Aktportraits von Frauen, die meist in einer Grundfarbe gehalten sind. „Nach den Aktzeichen-Kursen habe ich festgestellt, dass aus meinen Skizzen ein ganzer Zyklus werden könnte“, beschreibt Kühne die Entstehung. Die Frauen nehmen auf den Acrylgemälden verschiedene Positionen ein, passend zu den Bildtiteln wie „Scham“, „Neugier“ oder „Feuer“. Der Künstler unterstreicht den Ausdruck mit der passenden Farbe, so ist das Aktbild „Feuer“ in rot gehalten und das letzte in der Serie, „Resignation“, in blau. „Der Zyklus soll Stationen einer Frau beschreiben, die anfänglich in sich gekehrt ist und immer mehr aufblüht.

In seinem Zyklus „Momente 3 – Zitate“ zeigt Kühne ebenfalls monochrome Frauenbilder. Doch ist hier eine entscheidende Zutat hinzugekommen. Kühne liebt neben der Kunst auch Literatur und fügte so Zitate aus Büchern und Gedichten hinzu. Die Bandbreite an Quellen reicht von altägyptischer Lyrik bis zu Harry Potter. „Der Antrieb für diese Bilder war für mich herauszufinden, wie die großen Werbeschaffer es machen, dass dem Betrachter sofort etwas ins Auge springt“, erklärt Kühne. So lässt sich beispielsweise ein Werbeplakat einer bekannten Mode-Marke wiedererkennen. Doch Kühne nimmt das Werbliche aus seinen Bildern, setzt Zitate ein und flößt dem Motiv so neue Bedeutung ein.

Sein Zyklus „Momente 4 – Durchblicke“ dürften vor allem Besucher der „Seh am See“-Ausstellung wiedererkennen. Die zweidimensionalen Statuen aus Edelstahl fertigte Kühne für die letzten vier Ausstellung am See. Der Betrachter kann um „Margot“, „Jinny“, „Carolin“ und „Kamala“ herumgehen und erfahren, in welchem, kann Perspektiven variieren.

miriam kohr

Die Ausstellung

in der Galerie Kunstwerkstatt am Drosselanger in Karlsfeld eröffnet mit einer Vernissage am Freitag, 22. Juli, 19 Uhr, und ist dann an den Wochenenden 23./24. sowie 30./31. jeweils von 14 bis 18 Uhr zu sehen.

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