+
Wichtige Einkaufsmöglichkeit: Rewe sucht einen Nachfolger für den jetzigen Betreiber, das Franziskuswerk für die Läden in der Altstadt (Bild) und Dachau-Süd.  

Gute Nachricht für Altstadt- und Dachau-Süd-Bewohner

Die Läden sollen bleiben

  • schließen

Gute Nachrichten für die Bewohner der Dachauer Altstadt und in Dachau-Süd: Mit den beiden Läden soll es weitergehen. Zwar wird der Betreiber der Läden, das Franziskuswerk, die Geschäfte schließen. Aber Lebensmittelriese Rewe, der die Läden beliefert, sucht einen Nachfolger.

 

 Schnell eine Packung Milch besorgen? Oder eine Handvoll Tomaten? Vor allem in der Dachauer Altstadt ist das gar nicht so einfach. Bislang war es zumindest im Lebensmittelladen des Franziskuswerks in der Konrad-Adenauer-Straße möglich. Doch das Geschäft steht wie die Filiale am Klagenfurter Platz vor dem Aus (wir haben berichtet). Aber auch wenn sich das Franziskuswerk zum 30. Juni 2017 von den beiden Geschäften trennt, soll es dort weitergehen. Denn das angebotene Sortiment stammt von Rewe – und das Unternehmen sucht einen Nachfolger.

„Für einen Rewe-Markt sind die beiden Läden zu klein“, berichtet Ursula Egger aus der Presseabteilung der Rewe Group. Angedacht sei eine Lösung mit Nahkauf. „Das ist ein Format, das gut reinpassen würde. Nahkauf sind so typische Nachbarschaftsläden, die ein individuelles Sortiment anbieten“, berichtet Egger weiter. Derzeit gebe es in Bayern etwa 45 Stück, ein oder zwei davon in München. Diese Geschäfte werden von selbstständigen Kaufleuten geführt, Rewe ist der Großhändler. „Gerade schauen wir uns nach Interessenten um“, berichtet Egger.

Das Franziskuswerk, das auch noch einen Laden in Schönbrunn betreibt, hatte mit den beiden Geschäften in Dachau jährlich ein Defizit erwirtschaftet, berichtet Pressesprecher Tobias Utters. „Wir schießen jährlich einen mittleren sechsstelligen Betrag zu. Das ist für uns als verantwortungsbewusstes Unternehmen nicht mehr tragbar. Leider haben sich keine Alternativen ergeben, die Sinn gemacht hätten.“

Sieben Jahre lang gab es den Laden in der Altstadt, ganze zehn Jahre die Filiale in Dachau-Süd. Insgesamt 19 Menschen waren dort beschäftigt, davon vier mit schwerer Behinderung. Für alle wird versucht, baldmöglichst einen Arbeitsplatz zu finden, der ihren Fähigkeiten und Neigungen am besten entspricht, berichtet Utters weiter. „Derzeit laufen die Gespräche.“ Das Franziskuswerk ist immer auf der Suche nach Stellen. „Leute, die sich vorstellen können, Menschen mit Behinderung einzustellen, können sich jederzeit bei uns melden.“

Fest steht: Mit den Läden soll es weitergehen. „Wir sehen uns in der Pflicht, nach einer guten Lösung zu suchen“, sagt Rewe-Sprecherin Egger. Ende November bis Anfang Dezember hofft sie, einen Nachfolger gefunden zu haben.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Endgültiges Aus für Kiosk im Bahnhof
Karlsfeld – Im Untergeschoss des Karlsfelder Bahnhofs wird es keinen Kiosk mehr geben. Das hat ein Sprecher der Bahn gestern mitgeteilt und damit eine Jahre andauernde …
Endgültiges Aus für Kiosk im Bahnhof
Lkw-Fahrer kommt mit dem Schrecken davon
Wegen eines umgestürzten Lastwagens musste am Freitagnachmittag die Staatsstraße 2054 zwischen Sulzemoos und dem Kreisverkehr an der Autobahn für fünf Stunden gesperrt …
Lkw-Fahrer kommt mit dem Schrecken davon
Wichtige Anschubhilfe für junge Leute mit Potenzial
Dachauer Rotarier helfen Karlsfelder Mittelschülern beim Einstieg ins Berufsleben. Um sich besser kennenzulernen, wurde gemeinsam gekocht.
Wichtige Anschubhilfe für junge Leute mit Potenzial
Wegen Lederhosen heimgeschickt
Indersdorf - Wie weit geht Tracht und wo geht Fasching los? Diese Frage stellen sich sieben Eltern, deren Kinder der 10. Klasse an der Mittelschule Indersdorf am …
Wegen Lederhosen heimgeschickt

Kommentare