Es läuft wie auf Schienen

Dachau - Völlig abgefahren: Die Bahn hat auf der Strecke der Linie A Dachau-Altomünster viele Bauprojekte laufen. Brücken werden gebaut, Trassen tiefer gelegt, Bahnsteige erhöht. Dabei kommt extraordinäre Technik zur Anwendung.

Bei der Elektrifizierung der Strecke von der Kreisstadt ins Hinterland lassen sich die Schienenprofis einiges einfallen. In den kommenden Monaten stehen an:

-Freisinger Straße in Dachau: In diesem Bereich wird die Bahntrasse an die neue Signaltechnik angepasst. Gleichzeitig werden auf 400 Metern Länge die Gleise erneuert. Schließlich werden zwischen den Gleisen Betonplatten verlegt. Ab dem heutigen Samstag, 9. August, also rechtzeitig zum Wiesnbeginn, wird die Straße für wieder für Kraftfahrzeuge frei gegeben, verspricht die Bahn.

-Augsburger Straße (Staatsstraße 2047) bei Webling: Zwischen den Schienen und der Straßenüberführung müssen 70 Zentimeter mehr Platz her. Die Bahn löst das Problem, indem die Schienentrasse tiefer gelegt wird. Das spart Kosten gegenüber einem Brückenneubau. An der Brücke selbst wird ein verbesserter Berührungsschutz für die 15 000-Volt-Oberleitung montiert. Dazu muss die Brücke im Zeitraum von 18. August bis 10. Oktober 41 Tage halbseitig gesperrt werden.

-Breitenau: Die Eisenbahnbrücke, die über den Breitengraben führt, wird komplett neu gebaut. Dazu wird sie vorgefertigt und auf einer teflonbeschichteten Gleitschiene an die richtige Stelle geschoben.

-Bahnübergang Indersdorf: Die Bauarbeiten dort beginnen am 11. August. Dazu bleibt die Staatsstraße 2050 in diesem Bereich bis 29. August gesperrt.

-Bahnsteige: Nur in Altomünster finden keine Arbeiten statt. In Dachau, Bachern, Schwabhausen, Arnbach, Niederroth, Indersdorf, Erdweg und Kleinberghofen werden die Bahnsteige um 96 Zentimeter erhöht. Gleichzeitig werden alle Bahnhöfe barrierefrei sein.

-Kreuzende Züge: Bislang kreuzten sich die Züge im Gegenverkehr in Indersdorf. Künftig werden sie sich in Erdweg und in der Nähe von Niederroth begegnen. Aus diesem Grund werden dort Überholgleise verlegt.

Am 17. November beginnt schließlich der Probebetrieb. Es gilt der aktuelle Fahrplan. Mitte Dezember erfolgt der übliche Fahrplanwechsel. Dann können die Fahrgäste in den S-Bahn-Zügen reisen. Es wird auch mehr Züge geben. Im Stundentakt - zu den den Hauptverkehrszeiten im Halbstundentakt - verkehren sie dann zwischen Altomünster und Dachau. Bei manchen Fahrten nach München müssen die Passagiere dann nicht umsteigen. Allerdings wird im Halbstundentakt das Vorgängermodell der S-Bahnen eingesetzt, das aktuell in Betrieb ist. Dieses ist jedoch technisch veraltet und kann deshalb nicht auf der Stammstrecke fahren. Die Folge: Die Insassen müssen in Dachau umsteigen.

(zim)

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