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Es bleibt alles beim Alten in der Lagerhausstraße. Unser Bild zeigt die für Autos gesperrte Anschlussstelle an die Jetzendorfer Straße.

Lagerhausstraße bleibt Geh- und Radweg

Keine Hochstufung gewünscht

Petershausen - Nichts wird aus der von privater Seite beantragten Verdichtung der Wohnbebauung an der Lagerhausstraße in Petershausen. Der Bauausschuss lehnte das Ansinnen ab. Ebenso eine Hochstufung der Straße vom Geh- und Radweg zu einer Ortsverbindungsstraße.

Der neue der vier Einfamilienhaus-Eigentümer in der Lagerhausstraße in Petershausen hatte den Antrag gestellt, den seit Anfang der 80er Jahre bestehenden Bebauungsplan Lagerhausstraße I aufzuheben. Doch weder seine Nachbarn noch die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses waren seiner Meinung. Deshalb wurde der Antrag einstimmig im Ausschuss abgelehnt.

„Das hat er vorher gewusst, dass es diesen Bebauungsplan gibt“, knurrte zweiter Bürgermeister Wolfgang Stadler (SPD). Zweck des Antrags war es, das bestehende Gebäude wegzureißen und dann das Grundstück viel dichter zu bebauen. Das ganze Quartier von Lagerhausstraße, Hubertusweg und Blumenstraße ist aber nach Ansicht von Bürgermeister Marcel Fath (Freie Wähler) für eine Verdichtung und den daraus erwachsenden stärkeren Verkehr nicht leistungsfähig genug. „Die bestehenden Häuser werden aber deshalb nicht abgerissen, um das zu ändern“, betonte Fath.

Weniger eindeutig war das Ergebnis des Votums zu einem CSU-Antrag, die Lagerhausstraße umzuwidmen. Die CSU-Fraktion mit Josef Gerer, Hildegard Weßner und Günter Fuchs sowie auch Inge Dinauer (FW) sahen darin die Gelegenheit, die Lagerhausstraße vom beschränkt öffentlichen Weg für Radler und Fußgänger in eine Ortsverbindungsstraße umzuwidmen. Dabei hätte sie nach den Worten vom CSU-Fraktionsvorsitzenden und dritten Bürgermeister Josef Gerer als Einbahnstraße von der Jetzendorfer Straße in Richtung Bahnhof geöffnet werden sollen. „Das hätte die Bahnhofsstraße entlastet“, erklärte Gerer. Vorausgesetzt natürlich, die Geschwindigkeit wäre auf 30 Stundenkilometer reduziert und für Lastwagen ein Fahrverbot ausgesprochen worden.

Der CSU-Antrag aus dem vergangenen Jahr war bis zum Integrativen Stadtentwicklungskonzept (ISEK) zurückgestellt worden. Doch laut ISEK-Plänen ist hier keine Ortsverbindungsstraße, sondern nur der Teil eines Radrings durch Petershausen vorgesehen. Und Bürgermeister Fath verwies auf die Stellungnahme des Arbeitskreises Mobilität in der Gemeinde, wonach auch dieser das Umwidmen ablehnt.

Damit verwehren die rot-weißen Pfosten an der Einmündung zur Jetzendorfer Straße weiterhin dem Autoverkehr auf der Lagerhausstraße die Zufahrt.

rds

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