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Im Landkreis Dachau derzeit nicht möglich: Blut spenden.

Umstrukturierung im Landkreis

Blutspender müssen nach München

Dachau - Das Zugunglück in Bad Aibling hat eine Hilfswelle ausgelöst. Tausende Menschen wollen Blut spenden. Allerdings gibt es im Landkreis Dachau in den nächsten Monaten keinen Termin mehr. Der Blutspendedienst München ist nicht mehr zuständig. Wo können Spender noch Gutes tun?

„Zur richtigen Zeit kommt natürlich nie ein Unglück“, stellt der Kreisgeschäftsführer des BRK Dachau Paul Polyfka nach dem Zugunglück in Bad Aibling fest. Gerade jetzt wollen viele Menschen Blut spenden und damit das Leben der Verletzten retten. Viele fragen sich: Warum gibt es keine Blutspendetermine im Landkreis?

Noch im vergangenen Jahr war der städtische Blutspendedienst München für die Aktionen im Landkreis verantwortlich. Das habe sich aber vor kurzem geändert, so Paul Polyfka vom BRK: „Wir wissen ungefähr seit zwei Wochen, dass der Blutspendedienst München bei uns nicht mehr zuständig ist.“ Deshalb müsse sich jetzt der BRK-Kreisverband Dachau darum kümmern: „Wir sind gerade in der Übergangsphase und prüfen, wie wir das in Zukunft stemmen können.“

Der Blutspendedienst München hat auch die Regionen rund um den S-Bahnbereich übernommen. „Jetzt rentieren sich die Aktionen nicht mehr“, so Tobias Hubert vom Blutspendedienst München: „Zum 1.4. wird der Blutspendedienst vom Bayerischen Roten Kreuz übernommen“, sagt er und erklärt weiter: „Als kleiner Blutspendedienst sind wir leider auch defizitär.“

Noch bis zum Jahr 2008 war der damalige „Amtliche Blutspendedienst München“ an die Stadt München gekoppelt, dann wurde er an das städtische Klinikum Münchner angebunden. Jetzt gibt dieser Zusammenschluss der Münchner Krankenhäuser diesen Bereich ab, denn die Kosten für die Blutspendeaktionen seien zu groß: „Wenn das Klinikum daran kollabiert, hilft es niemandem weiter“, so Hubert. Hohe Kosten entstünden vor allem für Material, Logistik und das Personal. Deswegen übernehme jetzt das BRK die Blutspendesaktionen.

Jedoch fehlt es dem BRK derzeit noch an der Infrastruktur für die Aktionen. „Allein die Hygienevorschriften sind eine Herausforderung. Außerdem müssen wir ehrenamtliche Helfer, das nötige Equipment, passende Standorte, Liegen und so weiter organisieren“, so Polyfka.

Bis dahin könnten die Spendewilligen aber nach München ins Klinikum in der Dachauer Straße 90 fahren oder sich an den Blutspendedienst des BRK in der Herzog-Heinrich-Straße 2 wenden. Bis es wieder Aktionen im Landkreis gibt, müssten sich die Blutspender noch ein wenig gedulden, so Paul Polyfka: „Wir hoffen, dass wir die erste Aktion bis Mai realisieren können. Auch in der akuten Notsituation derzeit können wir das alles nicht von heute auf morgen stemmen.“

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