Feuerwerkskörper
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Konfettiregen statt Feuerwerk: In diesem Jahr fällt die Silvesterböllerei äußerst unspektakulär aus.

Wegen Corona

An Silvester ist das Böllern und Anstoßen nur im eigenen Garten erlaubt

  • Stefanie Zipfer
    vonStefanie Zipfer
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Zum Jahreswechsel ist heuer das Anstoßen und Böllern im öffentlichen Raum coronabedingt untersagt, wie das Dachauer Landratsamt klarstellt. Doch es gibt ein Schlupfloch.

Landkreis – Im eigenen Garten ist das Abfeuern von Feuerwerk an Silvester nicht verboten. Gleiches gilt für den Balkon, die Terrasse oder die Hofeinfahrt: Dort können Böller und Raketen um Mitternacht gezündet werden – aber nur auf dem eigenen Grundstück, nicht auf der Straße.

Und aufgepasst: Diese Silvester-Regel gilt nicht für Gartenanlagen, die man sich als Eigentümergemeinschaft mit seinen Nachbarn teilt, sowie für einen separaten Garten wie ein Schrebergarten, die eigene Wiese oder Hütte, die nicht zum Wohn-Grundstück gehört; letztere Orte dürfen in Bayern zur Mitternacht ohnehin nur mit triftigem Grund wie der Versorgung von Tieren aufgesucht werden.

Überhaupt, betont das Landratsamt, seien diese Regeln nur die aus epidemiologischer Sicht relevanten. Darüber hinaus gilt auch noch das für Feuerwerke relevante Brandschutz- und Nachbarschaftsrecht.

Warum die Ausgangssperre, das Alkohol- und Böllerverbot im eigenen Garten nicht gelten, erklärt man im Dachauer Landratsamt so: Der Garten sei rein rechtlich Teil der Wohnung. Wenn man also um Mitternacht im Wohnzimmer anstoßen darf, soll man das auch im Garten dürfen.

Um die Verletzungsgefahr durch Feuerwerkskörper zu minimieren, dürfen große Raketen heuer nicht verkauft werden.

Doch selbst wenn im Garten das Gläschen Sekt und der Knallfrosch erlaubt sind, gilt es auch dort immer noch die Kontaktbeschränkungen zu beachten. Das heißt: Es dürfen am Silvesterabend nicht mehr als fünf Personen aus maximal zwei Hausständen – Kinder unter 14 Jahren ausgenommen – gemeinsam ins neue Jahr feiern.

Allzu viele Raketen dürften in diesem Jahr jedoch ohnehin nicht werden, die in den Nachthimmel über Stadt und Landkreis aufsteigen. Neben den strengen Ausgangs- und Böllerregeln gilt auch noch ein bundesweites Verkaufsverbot von sogenannten pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F2. Sprich: Raketen abschießen kann eigentlich ohnehin nur, wer noch welche aus dem letzten Jahr übrig hat.

Und weil all das noch nicht genug der Regulierung ist, muss in diesem Zusammenhang noch auf den Dachauer Schlossplatz hingewiesen werden. Laut der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung ist der Bereich an Silvester aufgrund der Brandgefahr von 18 Uhr bis etwa 1 Uhr für Autos und Fußgänger gesperrt.

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