Maibaum Ebersbach Freizeitclub Aufstellen 2019
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Die Ebersbacher bei der Aufstellung 2019: Noch hält der Freizeitclub fest an dem Plan, heuer am 1. Mai einen neuen Baum aufzustellen.

Vereine und Verantwortliche im Landkreis Dachau skeptisch, ob Traditionsveranstaltungen heuer stattfinden können

Bangen um diesjähriges Maibaumaufstellen: „Wenn es sein muss, dann stellen wir den Maibaum erst an Mariä Himmelfahrt auf!“

Schon im Jahr 2020 sind alle Maifeiern ausgefallen. Zahlreiche Maibäume wurden gar nicht aufgestellt – oder verspätet mit nur einer kleinen Feier. Damals, als zu ersten Mal Geschäfte und Schulen während des Lockdowns geschlossen waren, waren die Vereine noch guter Dinge, dass das Maibaumaufstellen 2021 nachgeholt werden kann. Inzwischen sieht das anders aus.

„Wir haben uns eigentlich schon verabschiedet davon“, sagt Georg Papst, Vorsitzender der Maibaumfreunde Ampermoching. Schon letztes Jahr wollten die Ampermochinger den Maibaum aufstellen. Heuer sei ja schon die Vorbereitung schwierig. „Das Umlegen, Schälen, Streichen braucht ja auch ein paar Tage“, und das sei zur Zeit auch nicht möglich. Und was das Fest angeht: Sollte es erlaubt sein bis dahin, gebe es zwei Szenarien. „Entweder es kommt keiner, weil sich die Leute noch nicht trauen, oder es kommen so viele, dass man keine Hygienekonzepte einhalten kann“, so Papst.

Auch die Maibaumfreunde in Ainhofen wollten schon 2020 einen neuen Maibaum aufstellen, sind aber von der Corona-Pandemie böse ausgebremst worden. Ziel ist nun, heuer am 1. Mai wieder einen Prachtbaum aufstellen zu können, darauf arbeitet man auf jeden Fall schon mal hin. Freilich gibt es noch Zweifel an diesem Termin, weil zum Aufstellen ohne Maschinen, wie das in Ainhofen der Brauch ist, rund 40 Männer anpacken müssen und das mit einem Abstand von 1,50 Meter nicht möglich ist. Die Verantwortlichen haben daher auch keine Lust, unter dem Fortbestand der derzeitigen Hygienevorschriften einen Maibaum aufzustellen: „Ohne Fest wird es auch keinen Maibaum geben“, versicherte einer der Maibaumfreunde. Grundsätzlich scheue man sich auch nicht, wenn es sein muss, den neuen Maibaum auch erst am Frautag an Mariä Himmelfahrt, 15. August, aufzustellen.  

Der Trachtenverein D´Kreuzbergler, der für die Maibaumtradition in Weichs zuständig ist, stellte im vergangenen Jahr im September den neuen Maibaum auf. Der alte Baum hatte aus versicherungstechnischen Gründen umgelegt werden müssen, der neue lag schon lange geschäbst im Wald. So hatte man sich entschlossen, den neuen in kleinem Rahmen ohne übliches Fest im September aufzustellen. Heuer würde also nur das immer sehr gut besuchte Maibaumfest anstehen: „Wir machen echt noch keine großen Pläne dafür und lassen alles auf uns zukommen. Es hängt halt an Corona“, sagt Trachtlervorsitzender Heinz Lamprecht.

Ausfallen musste wegen der Pandemie die Aufstellung vergangenes Jahr auch in Erlhausen. Benno Fuchs von den Erlhauser Maibaumfreunden sagt, dass mit Blick auf die Pandemie die Tendenz eher dahin geht, keinen aufzustellen. Deshalb hat man bisher auch noch keinen umgeschnitten.

Josef Lamprecht erklärt stellvertretend für die Dorfgemeinschaft Aufhausen, die sich stets beim Maibaumaufstellen engagiert, dass man in verschiedenen Richtungen denkt. Eigentlich wäre heuer wieder ein neuer an der Reihe. Zur Diskussion steht, ob man ein aufwändiges Gutachten erstellen lassen soll, damit der jetzige Baum vielleicht noch ein Jahr stehen bleiben kann. Natürlich würde man am liebsten am 1. Mai einen neuen, verbunden mit einem zünftigen Fest, aufstellen. Wenn Corona es zuließe, würde man einfach kurzfristig einen Baum dafür fällen. Die schlechteste Lösung wäre, dass Aufhausen vielleicht ein Jahr lang ganz ohne Maibaum wäre.

In Ebersbach, auch da wäre heuer eine Aufstellung vorgesehen, organisiert der Freizeitclub die Tradition. Nach Auskunft von Vorstand Johann Stichlmeyr hat man momentan den Plan, am 1. Mai einen Maibaum aufzustellen. Gerade werden die Schilder des alten Baumes, der schon vor einiger Zeit umgelegt wurde, vorsichtshalber neu hergerichtet. Stichlmeyr: „Wir haben zwar noch keinen neuen umgeschnitten, doch es wäre kein Problem, auf die Schnelle einen zu bekommen.“

Zum Thema Maibaum im Moos sagt Ernst Zethner, der mit der Freiwilligen Feuerwehr am Maibaumaufstellen am Kreuzhof in Eschenried immer beteiligt ist: „Ich glaube nicht, dass sich da was tut, da müsste sich die Lage schon sehr schnell ändern.“  nef/ost/ink/no

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