Haben das Feuerwehrwesen in Hilgertshausen im Griff: Rudi Effner (links) und Gerd Knöferl. Foto: ost

15-stündiger Pumpeinsatz keine Seltenheit

Hilgertshausen - Plädoyer von Hilgertshausens Kommandant Rudi Effner: Feuerwehr Pflichtaufgabe der Gemeinde.

„In der Selbstdarstellung und in der Wahrnehmung durch die Gesellschaft hat es die Freiwillige Feuerwehr nicht leicht“, mit diesen Worten eröffnete der Hilgertshausener Feuerwehrkommandant Rudi Effner die Hauptversammlung der Wehr und stellte klar, dass gar oft vergessen werde, dass die Feuerwehr eine Pflichtaufgabe der Gemeinde und damit hoheitliche Aufgaben wahrnimmt.

Was die Feuerwehren für den Staat und die Gesellschaft leisten, sei mit Geld nicht aufzuwiegen. „Wir übernehmen einen Dienst nicht nur zu bestimmten Zeiten, sondern rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr“, so Effner mit dem Hinweis, dass in der Feuerwehr professionelle Arbeit ohne Bezahlung geleistet werde. Man dürfe auch nicht übersehen, dass die 51 Dienstleistenden in der Hilgertshausener Wehr bei ihren Einsätzen Leib und Leben riskierten, um anderen zu helfen. „Wir gehen dort hinein, wo andere herauslaufen“, gab Effner in aller Deutlichkeit zu verstehen.

Im vergangenen Jahr wurden 31 Einsätze gefahren. Hochwassereinsätze im Juni, die hauptsächlich im Bereich der Ilm stattgefunden haben, haben den Feuerwehrlern besonders viel abverlangt. Ein 15-stündiger Pumpeinsatz sei da keine Seltenheit gewesen. Auch bei einer Reihe von Verkehrsunfällen habe Hilgertshausen wichtige und schnelle Hilfe leisten können. Weiter wurden Ölspuren auf Straßen beseitigt, Sicherheitswachen gestellt, Wespennester entfernt und Verkehrsabsicherungen durchgeführt.

Auch von Bränden sei man nicht verschont worden. Effner erinnerte an die Brandnachschau mit der Wärmebildkamera an einem Gartenhaus, den Brand einer Strohballenpresse in Tandern und einen Wohnungsbrand im nahen Junkenhofen.

örigkeit zur Feuerwehr 18 Jahre beträgt.

Zusammen mit Kameraden aus Feuerwehren des nördlichen Landkreises wird bereits am 7. und 8. Februar in Hilgertshausen eine Ersthelfer-Ausbildung mit dem Notarzt und Kreisfeuerwehrarzt Dr. Christian Günzel durchgeführt.

Für vier Kameraden, die sich im Dienst besonders hervorgetan haben, sprach Effner Beförderungen aus. Georg Hofner, Stefan Murner und Benjaman Vohberger wurden zum Hauptfeuerwehrmann befördert, Robert Schmid darf nun sogar den Titel des Oberfeuerwehrmanns tragen.

Auch die Einführung des Digitalfunks war ein Thema auf der Hauptversammlung. „Frühester Beschaffungszeitpunkt dürfte ab April sein“, sagte der Feuerwehrchef.

Dass es auch in dem 129 Mitglieder zählenden Feuerwehrverein keine Probleme gibt, war vom Vorsitzenden Gerd Knöferl zu erfahren, der von einer Reihe von geselligen Veranstaltungen berichtete. In Eigenregie hat die Feuerwehr auch neue Einbauten im Floriansstüberl vorgenommen und das bestehende Materiallager im Kellergeschoß des Gerätehauses optimiert. Der Feuerwehrverein werde sich auch an der Finanzierung des neuen Einsatzfahrzeugs für die „Helfer vor Ort“ mit einer Spende von tausend Euro beteiligen.

Public Viewing verspricht Knöferl im Juni und Juli während der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Da lädt die Feuerwehr alle Fußballinteressierten in die Schormair-Halle ein. (ost)

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