150. Burschenball wieder ein Großereignis

Altomünster - Die Tradition wird in Altomünster hochgehalten. Ganz besonders deutlich wird dies wieder am Samstag, 10. Januar, wenn bereits zum 150. Mal der Burschenball im Kapplerbräusaal gefeiert werden kann.

An diesem Tag werden Jeans und T-Shirt gegen bezaubernde Abendkleider, schwarze Anzüge und Fliegen getauscht. Unter diesen Vorzeichen sind der Eleganz an diesem Abend keine Grenzen gesetzt und der Schwarz-Weiß- Ball macht seinem Namen wirklich alle Ehre. Aber es gehören noch viele Extras dazu, die auch im Laufe der Jahre noch hochgehalten werden. Während die Burschen für ihre Ballpartnerin einen schönen Blumenstrauß besorgen, malen die Mädchen eine Burschenballschleife für ihren Tänzer. So sind die „Ledigen“ schon nach außen hin sichtbar, denn die Schleifen werden in dem großen Zeremoniell des Abends natürlich offiziell am Ärmel angesteckt.

Der Burschenball selbst hätte eine große Tradition verloren, gäbe es nicht auch zwei Burschenballkönige mit ihren Königinnen. Warum es schon immer zwei Königspaare in Altomünster gibt, wobei bis heute streng nach dem ersten (erstgewählten) und zweiten Paar unterschieden wird, kann eigentlich niemand sagen. Die Wahlen dazu haben schon im Herbst stattgefunden, so dass genügend Zeit bleibt, Königinnen zu suchen und alles vorzubereiten. Vom Burschenverein erhalten sie heute kräftige Unterstützung, früher mussten die Könige die Organisation schon allein übernehmen. Noch zu Zeiten des unvergessenen Oswald Anderl, der jahrzehntelang der Tanzmeister des Abends gewesen ist, war der Burschenball obendrein ein Privileg nur für die Altomünsterer allein. Er selbst wurde als Stumpfenbacher erst später zugelassen und erst um 1970 herum wurde eine Ortsfremde zum ersten Mal zur Burschenballkönigin genommen.

Von den Vorjahreskönigen werden die neuen Burschenballkönige in Amt und Würden versetzt, indem sie die Burschenballkette umgehängt bekommen. Heuer haben Richard Ostermeir mit seiner Königin Karoline Lenz (Pipinsried) und Manuel Stowasser mit Nadine Remuss (Tandern) das Amt übernommen.

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