Nur noch Schrott ist die Musikanlage.

Ein 20-Jähriger legte das Feuer im Bauwagen

Ainhofen - Ein 20-Jähriger aus Indersdorf hat vor zehn Tagen den beliebten Treffpunkt der Ainhofener Jugendlichen zerstört. Er hatte nachts den Bauwagen abgebrannt. Sein Motiv ist unklar.

Am Dienstag gestand er die Tat in einem Verhör bei der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck.

Für Ainhofens stellvertretenden Feuerwehrskommandanten Thomas Fottner war bereits gleich nach dem Feuer klar, dass es sich nur um Brandstiftung handeln konnte (wir haben berichtet). „Wir haben Scherben von einer eingeschlagenen Plexiglasscheibe gefunden, alle anderen Scheiben waren total verschmort, aber diese hatte keine Brandspuren.“ Und es gab noch mehr Hinweise, die zum Täter führten:

Mehrere Mädchen, die den Bauwagen als Treff nutzten, haben nach dem Vorfall von einem jungen Mann mit Verbrennungen an der linken Hand gehört und die Polizei verständigt. Mit diesem Wissen konfrontierten die Beamten den 20-Jährigen, der als Hausmeister arbeitet, im Verhör - und er gestand, dass er es war, der das Feuer im Bauwagen gelegt hat. Brandbeschleuniger wurde nicht gefunden.

Besonders tragisch an dem Brandanschlag: Erst ein paar Stunden vor dem Feuer war der neue Bauwagen aufgestellt und hergerichtet worden, die Jugendlichen hatten stundenlang dafür gearbeitet.

Welchen Grund der junge Mann hatte, den Jugendtreff zu zerstören, ist weiterhin völlig unklar. Weder Polizei noch Jugendarbeit kennen das Motiv. Indersdorfs Jugendarbeiter Sebastian Jaeger weiß nur, wie froh die Betroffenen sind, dass der Täter ermittelt ist. „Endlich gibt es keine falschen Gerüchte mehr, dass die Kids irgendwie unvorsichtig gewesen wären“. Deshalb sind die Mädchen, die die Mit-Verantwortung über den Bauwagen haben, glücklich darüber, dass der Vorfall so schnell geklärt wurde.

Jetzt ist Jaeger dran, wieder einen Treff für die Jugendlichen zu schaffen. Der Jugendarbeiter würde sich wünschen, dass sich der junge Mann, der den Bauwagen angezündet hat, bei ihm meldet. „Dann kann man über eine Wiedergutmachung reden. Vielleicht hilft er ja mit, wenn wir einen neuen Treff aufbauen, oder begleicht den Schaden.“ Auch wenn 1000 Euro Schaden nicht die Welt bedeuten, der Verlust des Treffpunkts ist für die Jugendlichen ein schwerer Schlag.

Christiane Breitenberger

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