Bilanzierten: Kommandant Tobias Westenrieder, Kassier Christian Pemler, Vorstand Harald Orthofer (v.l.). Foto: ink

2012 wieder schwer beschäftigt

Feldgeding - Die Feldgedinger sind wegen der Nähe zur Autobahn A 8, zur B 471 und zum Gada-Gewerbegebiet von den acht Bergkirchner Gemeindefeuerwehren am meisten gefordert.

Das Leistungsspektrum ist breit gefächert, erreicht durch regelmäßige Übungen und externe Schulungen. Die Wehr wurde in den Gefahrgutzug Dachau aufgenommen. Auch wenn die Einsätze im vergangenen Jahr weniger geworden sind, mussten die Männer 76 Mal ausrücken, und zwar zu 18 Bränden, 57 technische Hilfeleistungen, fünf Fehlalarmen und zwei Sondereinsätzen. Insgesamt haben die freiwilligen Helfer 928 ehrenamtliche Stunden erbracht.

Was die Nähe zur Autobahn bedeutet, wurde bei der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrhaus deutlich: Sieben Aktive leisteten währenddessen drei Stunden Dienst auf der spiegelglatten Autobahn, bis sie abgelöst wurden.

Den Rechenschaftsbericht für 2012 gaben Vorstand Harald Orthofer und Kommandant Tobias Westenrieder ab. Besondere Anstrengungen erforderte in Zusammenarbeit mit Nachbarwehren beispielsweise der Großeinsatz zum Löschen der brennenden LKW in Gada, verursacht durch Brandstiftung.

Der Feldgedinger Gemeinderat Markus Schuster bedankte sich im Namen der Kommune für die 24-stündige Einsatzbereitschaft und den Dienst am Nächsten. Als positive Nachricht brachte er mit, dass sich die Anschaffung für das gewünschte zweite Fahrzeug, ein Versorgungs-LKW, „auf der Zielgeraden“ befindet. Die Gemeinde hat unter anderem fünf Anzüge zur CSA-Schutzausbildung finanziert. Vom Landratsamt erhielt die Wehr einen Verkehrssicherungsanhänger. Kreisbrandinspektor Paul Steier weiß die Leistung und Einsatzbereitschaft der Feldgedinger sehr zu schätzen und bedankte für die Kreisbrandinspektion.

Eine außergewöhnlich hohe Investiton tätigte die Wehr aus der eigenen Kasse, und zwar 14 000 Euro für einen hydraulischen Rettungssatz, das heißt Schere, Spreizer und Zylinder zur Personenrettung. Ermöglicht wurde die Anschaffung aus Mitteln des Feuerwehrvereins und weil Privatleute und einige Landwirte tief in die Tasche griffen.

40 Aktive, darunter 15 Atemschutzgeräteträger, im Alter von 18 bis 63 Jahren leisten Dienst. Hinzu kommen 63 passive Mitglieder. Eine Jugendgruppe soll neu entstehen. Sophie Doll als Jugendbeauftragte bemüht sich um den Nachwuchs.

Unter dem Motto „Unsere Freizeit für ihre Sicherheit“ haben Vorstand Harald Orthofer und Kassier Christian Pemler einen sehr ansprechenden Flyer entworfen, in dem die „Helfer vor Ort“ ihre Leistungsfähigkeit dokumentieren. Sie stellten ihn in der Versammlung vor und haben erste Exemplare bereits an Firmen im Gada-Gewerbgebiet als häufigen Einsatzort verteilt und weil von dort gelegentlich Anfragen bezüglich der Beratung von Firmenmitarbeitern kommen. (ink)

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