22:24 – ASV-Frauen kassieren ihre siebte Niederlage in Folge

Dachau - Seit Wochen werden die Bayernliga-Handballerinnen des ASV Dachau mit der Floskel: „Knapp daneben ist auch vorbei“, konfrontiert. So auch im Auswärtsspiel beim TSV Winkelhaid.

Dort mussten sie mit 22:24 (8:12) ihre siebte Niederlage in Folge hinnehmen.

Doch es war eine Niederlage, die Mut macht. Denn Marion Peccolo sah ein stark verbessertes ASV-Team, das die klare Heimpleite gegen den HC Erlangen offenbar gut weggesteckt hat. Allerdings blieb dem ASV trotz engagierter Leistung das längst überfällige Erfolgserlebnis ein weiteres Mal versagt.

„Es ging ja schon gut los“, erzählt Peccolo sarkastisch. Aufgrund der schlechten Witterung steckten die Dachauerinnen gleich mehrmals im Stau. Sie kamen später als geplant in Winkelhaid an, waren aber trotzdem von Beginn an hellwach. Mit deutlich verbesserten Leistungen gegenüber dem Erlangen-Spiel konnten sie das temperamentvoll geführte Match bis zum 8:9 ausgeglichen gestalten. Zum Leidwesen der Dachauer Trainerin nur bis kurz vor dem Seitenwechsel, dann machte sich wieder einmal Verunsicherung breit. Nach überflüssigen Konzentrationsschwächen fingen sie sich drei weitere Gegentore zum 8:12-Halbzeitstand ein.

Und die nicht nachvollziehbare Verunsicherung zog sich auch nach Wiederbeginn wie ein roter Faden durch das ASV-Spiel. Der TSV Winkelhaid nutzte die Dachauer Schwächephase konsequent und zog auf 18:11 davon. „Doch jetzt zeigte es sich, dass meine Mannschaft trotz der Niederlagenserie eine tolle Moral hat“, lobte die Dachauer Trainerin ihr nie aufsteckendes Team.

Und die von Peccolo angesprochene Moral war verbunden mit einer deutlichen Leistungssteigerung, auf die das ASV-Team in den nächsten Begegnungen aufbauen kann.

Denn mit einer wahren Energieleistung kämpften sich die Stadtwälderinnen auf 17:19 heran. Und einmal so richtig in Fahrt gekommen, ließen sie sich auch nicht mehr abschütteln. „In den letzten Minuten waren wir drauf und dran, dem Spiel noch eine entscheidende Wende geben zu können“, resümierte Peccolo. „Doch jetzt zeigte es sich, dass man, wenn man schon unten steht, nicht gerade vom Glück begünstigt ist. Und wenn dann auch noch die Unparteiischen mit der einen oder anderen nicht nachvollziehbaren Entscheidung aufwarten, dann ist man am Ende trotz engagierter Leistung wieder einmal nur zweiter Sieger“, zieht Marion Peccolo ein enttäuschendes Fazit. (sche)

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