Alkoholisiert und randalierend

Dachau - Am Wochenende hat die Dachauer Polizei einige Male mit etwas zu stark alkoholisierten Mitbürgern zu tun gehabt - bei denen es aber teilweise eine Aussicht auf ein gutes Ende gibt.

Besorgte Passanten riefen etwa die Polizei, da eine 19-jährige Mutter ihren Kinderwagen mitsamt Säugling nicht mehr unter Kontrolle hatte. Samstagabend gegen 20 Uhr fuhr laut Polizeibericht die Frau mit dem Kinderwagen in solchen Schlangenlinien durch Hebertshausen, dass sie mehrmals gegen Zäune fuhr, etliche Male auf die Straße abkam, und der neun Monate alte Säugling zweimal fast aus dem Wagen herausfiel. Eine Passantin griff ein, kümmerte sich um das Baby und rief die Polizei. Die junge Kindsmutter geriet völlig außer sich, schrie herum und wehrte sich gegen ein paar Jugendliche, die helfen wollten, die Mutter zu beruhigen. Die renitente Frau musste dann von der Polizei kurz gefesselt werden. Aufgrund ihrer Alkoholisierung von über zwei Promille musste sie ins Krankenhaus eingeliefert werden. Für den Säugling wurde für die Nacht eine gute Betreuung.

Leichte Gleichgewichtsschwierigkeiten hatte auch ein 75-jähriger Radfahrer in der Theodor-Heuss-Straße in Dachau, der auf dem Radweg stürzte und sich eine Platzwunde an der Stirn zuzog. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden. Alkotest: über zwei Promille.

Ein 44-jähriger Mann hatte sich laut Polizeibericht in einem Dachauer Etablissement zwar mit gleich drei Frauen vergnügt, zeigte sich aber dennoch höchst unzufrieden. Der Mann randalierte und wurde aus dem Lokal verwiesen, fuhr mit dem Auto weg, kam wieder, und trat dort die Tür ein. Polizisten mussten ihn festnehmen. Alkotest: knapp zwei Promille. Er musste er sich einer Blutentnahme unterziehen und den Führerschein abgeben.

Nachdem der 47-jährige Mann, der in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in die Pizzeria in Hilgertshausen eingebrochen war, am Freitag aus der Ausnüchterungszelle entlassen wurde, machte er sich auf dem Heimweg, ging dort auf eine Anwohnerin los und ging erst, als ihr zwei Nachbarn zu Hilfe kamen. Als der 47-Jährige am nächsten Tag deswegen von der Polizei aufgesucht wurde, bemerkten die Alkoholgeruch. Mit einem Wert von über vier Promille musste er ins Krankenhaus. Doch schon am Samstagabend verließ er das Krankenhaus heimlich und ging in einen Supermarkt. Dort wurde er von einer Verkäuferin beobachtet, wie er eine Flasche Sekt austrank und die leere Flasche wieder ins Regal zurückstellte. Als sie ihn darauf ansprach, floh der Mann - zurück ins Krankenhaus.

Zufällig trafen der 47-jährige Ladendieb und die 19-jährige Mutter im Krankenhaus aufeinander, berichtet die Polizei. Und siehe da: Angeregt unterhielten sich die beiden dann über ihre Erfahrungen mit dem Thema Alkohol - und bestärkten sich gegenseitig darin, dem „Teufelszeug“ Alkohol abzusagen.

(pid)

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