Alle S-Bahn-Surfer ermittelt

Dachau - Sechs Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 haben sich selbst in Lebensgefahr gebracht. 6,4 Kilometer fuhren die Zug-Surfer von Dachau bis Bachern auf den Prellböcken der S-Bahn.

Wie kurz berichtet, erhielt die Polizei die erste Meldung: Sechs Jugendliche sind auf der Bahnstrecke zwischen Dachau und Altomünster zwischen den Wagonabteilen auf den Prellböcken des Zuges mitgefahren. Erst als der Lokführer, der unmittelbar die Notfall-Leitstelle alarmierte, die ungebetenen Fahrgäste bemerkte und das Tempo drosselte, sprangen die jungen Burschen vom Zug.

Bei einer sofortigen Fahndung der Polizei wurden vier der sechs Jugendliche vor Ort festgenommen. Zwei Freunde flüchteten in Bachern mit ihren Mofas. Da sich die Zug-Surfer bei ihrer Vernehmung massiv in Widersprüche verstrikten, konnte jedoch auch die Identiät der beiden anderen Jugendlichen festgestellt werden.

Anders als bei den modernen S-Bahnen wird den Zug-Surfern der Aufstieg bei der Lokalbahn nach Altomünster leicht gemacht. Zwischen den Wagonabschnitten gibt es mehrere Möglichkeiten, sei es über die Prellböcke oder Koppelungen einzelner Zugabteile.

Vor sechs Wochen ereignete sich auf der selben Strecke ein änlicher Fall. Damals sind Jugendliche über die Koppelungsabschnitte auf das Zugdach aufgestiegen, erzählte ein Lokführer.

Die Jugendlichen erwartet aber nur ein Ordnungswidrigkeitsverfahren, da sie sich selbst und niemand anderen in Gefahr gebracht haben. Polizeisprecher Berti Habelt: „Das ist ein Spiel mit dem Leben. Auf den Puffern ist viel Bewegung. Man kann schnell ausrutschen.“

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