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Alles andere als eine Diva

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Glanzrolle: 
          Renate Hackenberg in der Oper „Arabella“ von Richard Strauß.  
            Foto: kn
Glanzrolle: Renate Hackenberg in der Oper „Arabella“ von Richard Strauß. Foto: kn

Dachau - Die Opernchorsängerin Renate Hackenberg, geborene Seifert, ist im Alter von 61 Jahren überraschend an einer schweren Krankheit gestorben.

Renate Hackenberg wurde am 21. Februar 1948 in Coburg geboren. Während sie am Deutschen Gymnasium das Abitur machte, besuchte sie gleichzeitig als Gastschülerin das Konservatorium in Nürnberg und studierte bei der Kammersängerin Elisabeth Scherdel. Nach einem Engagement am Landestheater Coburg ging die junge Sängerin 1971 an die Deutsche Oper nach Berlin, wo sie solistisch tätig war. In Berlin lernte die Altistin ihren späteren Mann Peter-Rudolph Hackenberg kennen, der als Solo-Fagottist im Orchester spielte. 1975 heiratete das junge Paar und ging ein Jahr später nach München, Renate Hackenberg an die Bayerische Staatsoper und Peter-Rudolph Hackenberg zum Orchester des Bayerischen Rundfunks. 1981 zog das Ehepaar nach Karlsfeld.

Renate Hackenberg sang mit ihrer tiefen Altstimme öfters in Wagner-Opern, übernahm aber in den vergangenen Jahren keine solistischen Aufgaben mehr. Ihr letzter Auftritt war am Ostermontag in „Parsifal“.

Sie hat unter vielen großen Dirigenten gesungen, darunter Zubin Mehta, Horst Stein und der „Gott aller Götter“ Karajan, wie Peter-Rudolph Hackenberg sagte. Mit ihm hat sie sogar bei einer Schallplattenaufnahme mitgewirkt.

Peter-Rudolph Hackenberg ist im Landkreis als langjähriger Leiter der Blaskapellen von Altomünster und Petershausen bekannt. Aus gesundheitlichen Gründen hat er nach 25-jähriger Tätigkeit vor zwei Jahren die Leitung der Blaskapelle Petershausen aufgegeben. Seine Frau Renate beschreibt er als bescheiden und anspruchslos. Sie habe kein divenhaftes Auftreten gehabt, sei aber durchaus eigensinnig gewesen. „Die Arbeit war ihr ein und alles“, sagte er. Renate Hackenberg hatte einen Sohn und eine Tochter.

Der Wortgottesdienst mit anschließender Beerdigung findet am Montag, 11. Mai, um 11 Uhr im Friedhof Karlsfeld statt.

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