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Amper-Taler vielleicht bald auch elektronisch

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Vater des erfolgreichsten Regios
           in Deutschland: Christian Gelleri (links) in Prien mit Peter Denk (Mitte) und Christian Tannek vom Amper-Taler Regio e.V. 
            Foto: rds
Vater des erfolgreichsten Regios in Deutschland: Christian Gelleri (links) in Prien mit Peter Denk (Mitte) und Christian Tannek vom Amper-Taler Regio e.V. Foto: rds

Dachau - Die Dachauer Regionalwährung entwickelt sich weiter. Jetzt steht sogar der elektronische Amper-Taler im Raum.

Gut 13 Monate ist das Dachauer Regionalgutscheingeld Amper-Taler (AT) alt. Rund 20 000 Amper-Taler im Gegenwert von 20 000 Euro waren zum Jahreswechsel im Umlauf. Ein schöner Anfangserfolg, wenn man weiß, dass manche Regionalwährungen in Deutschland schon länger nur bei der Hälfte herumdümpeln.

Rund 50 Akzeptanzstellen gibt es in Stadt und Landkreis. Doch Stillstand ist Rückschritt, deshalb hat sich jetzt der erweiterte Vorstand des Vereins Amper-Taler Regio e.V. nach Prien aufgemacht, zu Christian Gelleri, dem Vater des Chiemgauer – erfolgreichster Regio Deutschlands.

Einen Tag lang nahm sich Gelleri, bekannt aus vielen Fernsehbeiträgen über den Chiemgauer, Zeit für die achtköpfige Delegation aus Dachau unter Leitung der beiden AT-Regio-e.V.-Vorstände Peter Denk und Christian Tannek. Fazit: Gelleri schlug den Dachauern vor, sie sollten erst einmal zur Probe mit drei Vereinen aus Stadt und Landkreis Dachau zusammenarbeiten. Die Vereine bekommen von der fünfprozentigen Umtauschgebühr von Euros in AT drei Prozent.

Das geht nur, wenn der Verein AT Regio e.V. gleichzeitig auch einen elektronischen Amper-Taler, einen eAT, einführt – mit Konten zur elektronischen Verrechnung und Überweisung.

Das kommt der Forderung vieler potenzieller AT-Nutzer unter den Geschäftsleuten entgegen, die wenig Lust verspüren, etwa ein Rind mit einem Bündel Gutscheinen zu bezahlen. Auch manche Vertreter regionaler Geldinstitute wären nicht generell abgeneigt, das zu unterstützen, wie Vorgespräche ergaben.

Die Sparkasse Dachau hatte bereits zu Beginn des neuen Jahrtausends die Dachau Aktiv Card entwickelt. Der Chiemgauer hat ein anderes System entwickelt, mit elektronischen Lesegeräten, die Unternehmer für zehn Euro beziehungsweise Chiemgauer im Monat mieten können.

Gelleri bot nun den Dachauern eine Mitgliedschaft in der Genossenschaft an, die das elektronische Lesegerät vermietet. Durchschnittlich koste das einen teilnehmenden Unternehmer 2,86 Prozent der mit dem AT getätigten Umsätze. Der erweiterte AT-Regio-Vorstand will dieses Angebot den Mitgliedern in nächster Zeit in einer eigenen Versammlung vorstellen. Im Falle einer Zustimmung der Mitglieder könnte es den elektronischen Amper-Taler wohl bereits ab nächstes Jahr geben. (rds)

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