Die Angst vor dem Verkehrsinfarkt

Indersdorf - Eine „Bürgerinitiative für ein tragbares Verkehrskonzept für Markt Indersdorf“ ist ins Leben gerufen worden.

Die Umgehungs-Planungen im Zuge der Elektrifizierung der Linie A sind es, die die Bürger aus Karpfhofen auf den Plan rufen. Regelmäßig haben sie sich in den vergangenen Monate in nahezu jeder Bürgerfragestunde der Gemeinderatssitzungen zu Wort gemeldet und klar gemacht, dass sie einen Verkehrsinfarkt insbesondere in der Dachauer Straße befürchten. Auch eine Unterschriftenliste wurde bereits im Rathaus abgegeben.

Die Hauptforderung der Bürgerinitiative: Der Bahnübergang in der Arnbacher Straße dürfe so lange nicht geschlossen werden, wie es „außer der Dachauer Straße keine zweite Verbindung für die Gemeinde und ihr Gewerbegebiet und über die Bahn gibt“. Das ist auch der Homepage zu entnehmen, die die Bürgerinitiative inzwischen im Internet eingerichtet hat.

In Indersdorf fehle ein durchgängiges, konsequent durchgeplantes Verkehrskonzept, monieren die Bürger. Mit der Planung, die Arnbacher Straße zur Sackgasse zu machen und eine Umgehung lediglich bis zur Staatsstraße 2050 (Höhe Lidl) zu bauen, werde der gesamte Durchgangsverkehr auf einer einzigen Straße gebündelt, was unweigerlich zum Verkehrsinfarkt führen werde, so die Argumentation. Deshalb dürfe der erste nur zeitgleich mit dem zweiten Bauabschnitt vollzogen werden, der bis zur Verlängerung der Maroldstraße reicht.

Unterstützung hat die Bürgerinitiative inzwischen von der CSU-Fraktion im Gemeinderat erhalten. Sie bezieht sich auf das nun vorliegende aktuelle Verkehrsgutachten von Prof. Kurzak, das am Mittwoch, 1. April, in der Gemeinderatssitzung (19 Uhr, großer Sitzungssaal) erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll.

Demnach habe der Verkehr insbesondere in den Ortsteilen Karpfhofen und Kloster in den vergangenen fünf Jahren im zweistelligen Bereich zugenommen. Die CSU fordert deshalb unter anderem, den Bahnübergang Arnbacher Straße in beiden Richtung offen zu lassen, die Planung für den Bauabschnitt I sofort einzustellen und dafür mit den Planungen für den Bauabschnitt II zu beginnen.

Im Internet findet sich die Bürgerinitiative „für ein tragbares Verkehrskonzept für Markt Indersdorf“ unter www.bi-verkehrskonzept-mi.de. (tor)

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