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Freut sich über das Praktikum beim Roten Kreuz: Asylbewerber Abdenasier Abdulah mit Bernhard Seidenat (l.), Dennis Behrendt (3. v.l.), Paul Polyfka (4 .v.l.) und Johannes Fenk (r.)

Der erste Schritt zum Traumberuf

Asylbewerber aus Somalia macht Praktikum beim BRK

Abdenasir Abdullah ist als Asylbewerber nach Deutschland gekommen. Jetzt möchte er selbst anderen helfen. Er macht ein Praktikum beim Rettungsdienst des Roten Kreuzes.

Abdenasir Abdullah ist seinem Traum einen kleinen Schritt näher gekommen. Der Somalier wünscht sich nichts sehnlicher als später in einem medizinischen Beruf zu arbeiten, vielleicht sogar Arzt zu werden.

Beim BRK Kreisverband Dachau absolviert der 19-jährige Asylbewerber nun erst einmal ein ehrenamtliches Praktikum als Rettungsassistent. Für drei Monate begleitet er die Notfalleinsätze in der Bereitschaft in Odelzhausen und lernt dort schnell und kompetent Erste Hilfe zu leisten.

Der Kontakt zum BRK Dachau kam über Johannes Fenk vom Helferkreis in Egenburg zustande. Dort werden derzeit zehn Asylbewerber ehrenamtlich betreut. Sechs kommen aus Somalia, vier aus Nigeria. Das Berufsförderzentrum Egenburg vermittelt Praktikumsstellen an die Asylbewerber. Neben Abdenasir Abdullah konnte ein weiterer Somalier als Praktikant beim Roten Kreuz vermittelt werden.

Abdenasir spricht schon gut Deutsch. Er lebt seit über einem Jahr in Deutschland und versucht, die Zeit sinnvoll zu nutzen und möglichst viel zu lernen, um in die Gemeinschaft hineinzuwachsen. Nach vier Wochen hat er sich auch schon gut in das Notfallteam in Odelzhausen integriert. Er kommt gerne zum Dienst. „Ich wurde gut aufgenommen, alle sind sehr freundlich und offen“, berichtet er und lächelt schüchtern.

Der Leiter des Rettungsdienstes Dennis Behrendt ist ebenfalls zufrieden: „Umgekehrt ist es auch für unsere Mitarbeiter spannend und wichtig, sich mit Asylsuchenden auseinanderzusetzen und sie im Team zu haben.“

Der BRK-Kreisvorsitzende Bernhard Seidenath ergänzt: „Wir freuen uns, wenn sich Menschen ehrenamtlich engagieren.“ Ähnlich sieht es BRK-Geschäftsführer Paul Polyfka: „Abdenasier Abdullah ist eine Bereicherung für die ganze Organisation.“

Für Johannes Fenk vom Helferkreis ist jeder Asylbewerber, der Zugang zur deutschen Kultur und Bevölkerung findet, ein Gewinn.

dn

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