Aufwendiger Bau gelobt

Weichs* - Die 80 Jahre alte Holzbrücke zwischen Ebersbach und Jedenhofen über die Glonn war schwer beschädigt – nun endlich kann die neu gebaute Brücke auch von den Mülltransportern befahren werden.

Bürgermeister Harald Mundl (Weichs) und Heinz Eichinger (Vierkirchen) haben bei der Eröffnung der neuen Brücke über die Glonn an der Verbindungsstraße zwischen Ebersbach und Jedenhofen nicht mit Lob an Verwaltung und ausführende Firmen gespart.

Eichinger blickte aber auch etwas Wehmut auf die alte Holzbrücke zurück, „die viele Jahrzehnte das Landschaftsbild prägte“. Die Brücke, die zwischen 1922 und 1924 erbaut worden ist, war nach eingehenden Untersuchungen aber nur mehr sehr eingeschränkt gebrauchsfähig und musste daher erneuert werden.

Dabei galt es, die Brücke auch höher zu legen, um künftig den Abfluss bei Hochwasser zu verbessern. Wegen der Rampen, die angebaut werden mussten, musste die vorhandene Straße auf einer Länge von 270 Metern erneuert werden.

Die Straßenverbindung zwischen Ebersbach (Gemeinde Weichs) und Jedenhofen (Gemeinde Vierkirchen) ist die einzige Zufahrt zur Restmülldeponie in Jedenhofen. Für den Mülltransport sind Fahrzeuge von 40 Tonnen Gesamtgewicht erforderlich. Wegen ihrer eingeschränkten Gebrauchsfähigkeit war die bisherige Brücke aber für Fahrzeuge über 12 Tonnen gesperrt – nur mit einer Sondergenehmigung durften die Transportfahrzeuge der GfA die Brücke überqueren. Das Bauwerk war deshalb in allen Bereichen schwer beschädigt und befand sich in einem kritischen Zustand.

Die Gesamtkosten für den Neubau von 665 900 Euro teilen sich auf – die Gemeinde Weichs zahlt 260 900 Euro, die Gemeinde Vierkirchen zahlt 208 000, der Staatszuschuss beträgt 197 000. Der höhere Kostenanteil für Weichs wird dadurch begründet, dass die Kanaldruckleitung von Ebersbach zur Kläranlage in Vierkirchen in das Brückenbauwerk mit integriert wurde. Bisher lag sie im Flussbett der Glonn.

Für all diejenigen, die noch etwas nostalgisch an die alte Brücke denken hat der Vierkirchner Heimatforscher Helmut Groiß die Geschichte des über 80 Jahre alten Bauwerks in „Haus, Hof und Heimat Nr. 8“ niedergeschrieben. Im Rathaus Vierkirchen ist das Schriftstück erhältlich. (nef)

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