Ausstellung: Geboren im KZ

Dachau - Eine Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte reflektiert die außergewöhnliche Verfolgungsgeschichte und die Lebenswege von sieben jüdischen Müttern. Eröffnet wird diese am 29. April.

„Sie gaben uns wieder Hoffnung. Schwangerschaft und Geburt im KZ-Außenlager Kaufering I“. Unter diesem Titel eröffnet die KZ-Gedenkstätte Dachau am Donnerstag, 29. April, eine Ausstellung über sieben Frauen, die zwischen Dezember 1944 und Februar 1945 im Dachauer Außenlager Kaufering I unter schwierigsten Bedingungen ihre Kinder zur Welt brachten.

„Damit wird anlässlich des 65. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau eine bislang nur wenig berücksichtigte Thematik der Geschichte des Konzentrationslagers beleuchtet“, betont Dr. Gabriele Hammermann, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau: „das Schicksal der weiblichen Häftlinge, unter denen sich auch schwangere Frauen befanden.“

Die Ausstellung zeichnet die Biographien von sieben Jüdinnen aus dem damaligen „Großungarn“ nach und dokumentiert damit eine große Ausnahmeerscheinung. Diese sieben Mütter und ihre Kinder blieben am Leben, während Schwangere und Neugeborene in den Konzentrationslagern größtenteils ermordet wurden. Eineinhalb Millionen jüdische Kinder haben den Holocaust nicht überlebt.

Zur Eröffnung kommen sechs der in Kaufering geborenen Kinder in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Die Ausstellung wurde finanziert durch Mittel des Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und durch den Freistaat Bayern. (mm)

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