Todkrank war die ausgesetzte Mischlingshündin. Foto: be

Autobahn-Hündin ist gestorben

Dachau - An Leitplanke festgebundener Mischling hatte überall Metastasen und brach am Montag Nachmittag zusammen.

Traurig: Gestern Abend musste die Hündin, die die Feuerwehr an Silvester angebunden auf der Autobahn München-Stuttgart gefunden hatte, eingeschläfert werden. Sie hatte Krebs im Endstadium.

Ihre letzten Tage suchte und fand sie die Nähe der Menschen. Wie sie hieß und wo sie herkam, konnten die Tierschützer nicht ermitteln. Aber eines fiel ihnen sofort auf: die Ridgeback-Mix-Hündin war am ganzen Körper mit Geschwüren übersät. Sie ließen sie untersuchen, in der Hoffnung, dass es sich dabei um gutartige Lipome handelt. Am Montag bekamen sie die traurige Mitteilung des Tierarztes: Die Hündin hatte Krebs, überall in ihrem Körper waren bereits Metastasen.

Silvia Gruber, die Chefin des Dachauer Tierschutzvereins, findet für ihren Zorn kaum Worte. „Die Besitzer haben mit Sicherheit gewusst, dass sie schwer krank ist und haben die Hündin in ihrer furchtbaren Verfassung einfach ausgesetzt.“ Damit wird das Ganze für sie noch verwerflicher.

Am Montag Nachmittag brach die Mischlingsdame im Tierheim plötzlich zusammen. Der Tierarzt konnte nichts mehr für sie tun. Für Silvia Gruber ist es nur ein kleiner Trost, dass der Hündin dadurch vielleicht viele Qualen erspart worden sind. (sim/kwo)

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