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Einen Rekord-Sommer erlebte in diesem Jahr das Ainhofener Freibad. Und es geht noch weiter! Auch in der kommenden Woche hat das Bad geöffnet.

Bäder ziehen positive Bilanz

Gute Zahlen dank Hitzesommer

Die Freibäder im Landkreis Dachau ziehen eine positive Bilanz. Ein rekordverdächtiger Sommer war es aber trotz der Rekord-Temperaturen nicht. Perfektes Freibadwetter sieht nämlich anders aus, findet zumindest Barbara Kern vom Dachauer Freibad.

Landkreis – Die Temperaturen erinnerten an ferne Länder, es wurde geschwitzt wie in den Tropen und man könnte meinen, dass so perfektes Badewetter aussieht. Tatsächlich waren die meisten Freibäder im Landkreis aber in vergangenen Jahren weitaus besser besucht.

Der Rekord von 2015 mit 167 000 Besuchern wurde vom Dachauer Freibad auch diesen Sommer nicht geknackt. Barbara Kern von den Stadtwerken Dachau begründet dies mit der Tatsache, dass sich die Menschen an die heißen Temperaturen gewöhnen. Ein Wechsel zwischen Warm und Kalt wäre ihr zufolge für die Freibäder also durchaus vorteilhafter. Konkret besuchten diesen Sommer 130 000 Badegäste das Dachauer Freibad. Im rekordverdächtigen Sommer 2015 konnte das Bad jedoch 37 000 Besucher mehr verbuchen. „Es war zwar kein Highlight-Sommer, aber wir sind zufrieden“, zieht Kern Bilanz.

Genau diesen Highlight-Sommer erlebte hingegen das Freibad Ainhofen. „Tatsächlich ist dieser Sommer mit dem Rekordjahr 2003 vergleichbar“, sagt Olaf Schellenberger, zweiter Vorsitzender des Freibad-Vereins. Die Endbilanz sei zwar noch nicht gezogen, aber Schellenberger rechnet mit etwa 23 000 Besuchern. Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein Plus von 3000 Gästen. Hauptsächlich seien viele Familien, die erst seit kurzem im Landkreis wohnen, unter den neuen Besuchern gewesen. „Sie schätzen die Atmosphäre eine kleinen Freibads“, erklärt Schellenberger. Ende Juli war in Ainhofen sogar so viel los, dass manche Eislieferanten mit dem Liefern gar nicht mehr hinterher kamen. Die Badeaufsichten mussten Überstunden leisten, und insgesamt mussten mehr Ehrenamtliche eingesetzt werden als sonst. Einziger Wermutstropfen war laut Schellenberger die aufgrund des Regens geplatzte Karibik-Night.

Für das Naturbad in Vierkirchen fiel der Sommer hingegen durchschnittlich aus. Nach der Zwischenbilanz schätzt die Gemeinde Vierkirchen mit 26 500 Badegästen, 2500 weniger als im Jahr 2015, aber immerhin fast 3000 mehr als im vergangenen Jahr. Deshalb halfen auch in diesem Jahr am Wochenende Ehrenamtliche aus, um den Besucheransturm zu bewältigen. Einsätze des BRK gab es laut Tanja Scherbart von der Gemeinde Vierkirchen glücklicherweise keine.

Von einer regelrechten „Wespen-Plage“berichtet hingegen Kern. Mehrmals sei das BRK ausgerückt, um Besucher des Freibads nach einem Stich zu behandeln. Besonders auffallend waren ihr zufolge die große Anzahl an Erdwespen, die ihre Nester in die Liegewiese bauen.  Eva-Maria Dillitz

Weiterhin gebadet

werden kann in den nächsten warmen Tagen noch im Freibad Ainhofen, das bis Donnerstag jeweils ab 12 Uhr geöffnet ist. Das Dachauer Familienbad dagegen hatte am Freitag zum letzten Mal geöffnet, das Naturbad Vierkirchen öffnete gestern zum letzten Mal seine Pforten.

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