Bald ein Solarpark in Hebertshausen?

Hebertshausen - Auf Anregung des Verwaltungsrates des Kommunalunternehmens Hebertshausen soll die Gemeinde Hebertshausen überprüfen, ob die Errichtung eines Solarparks möglich ist.

Ein denkbarer Standort wäre ein gemeindeeigenes Grundstück in der Nähe des Heiglweihers mit einer Größe von rund 12 600 Quadratmetern. Auch andere geeignete Grundstücke seien denkbar.

SPD-Fraktionschefin Marianne Klaffki sagte zu den Planungen, dass mit einem derartigen Projekt die Gemeinde ihrer Vorbildfunktion gerecht werden würde. Die Vorprüfungen sollten schnell abgeschlossen werden. Von Seiten des Freien Bürgerblocks kam ebenfalls Zustimmung. Fraktionssprecherin Eva-Maria Kutscherauer-Schall befand das Projekt grundätzlich als sehr gut. CSU-Gemeinderat Richard Reischl gab zu Bedenken, dass das betreffende Grundstück nur eine Fläche von rund einem Hektar aufweist. Im Vergleich dazu ist das Haimhauser Areal, das ganz in der Nähe liegt, viermal größer. Seiner Meinung nach sollten deshalb auch größere Grundstücksflächen untersucht werden.

Bürgermeister Michael Kreitmeir (FBB) unterstützt das Vorhaben, stellte aber auch die Frage, ob bei den derzeitigen Einspeisevergütungen solch ein Projekt auch wirtschaftlich Sinn mache.

Gemeinderat Florian Zigldrum (CSU) konnte sich mit dem Projekt nicht anfreunden. „Gerade haben wir im Bauausschuss einen Bauantrag im Außenbereich mit der Begründung abgelehnt, dass dies eine Zersiedelung der Landschaft ist. Mit dem Bau einer Freiflächen-Solaranlage würde dasselbe passieren“, sagte er und verwies auch noch auf die Folgekosten einer solchen Anlage, die seiner Meinung nach nicht kalkulierbar sind. „Wir haben genügend Dachflächen die genutzt werden könnten.“

Die Möglichkeit, eine Solaranlage auf dem Dach des neuen Feuerwehrgerätehauses zu installieren, brachte Gemeinderat Andreas Schaller (CSU) in die Diskussion. Kreitmeir erklärte dazu, dass die Dachflächen aller kommunaler Einrichtungen, also auch die des Feuerwehrgerätehauses, bereits geprüft werden.

Bei zwei Gegenstimmen von Florian Zigldrum und Andreas Schaller (beide CSU) entschloss sich der Gemeinderat, die Verwaltung zu beauftragen, die Voraussetzungen für die Errichtung eines Solarparks zu prüfen und gegebenfalls Angebote dafür einzuholen. Ergebnisse sollen in zwei bis drei Monaten vorliegen. (khr)

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