Bestmeister und Betriebswirt: Alexander Richter. foto: mko

Der Bestmeister von Indersdorf

Indersdorf - Es war nicht einfach, nach fast 20 Jahre wieder die Schulbank zu drücken - doch Alexander Richter hat es durchgezogen: Und ist nun Bestmeister im Trockenbau.

Für Alexander Richter (35) aus Indersdorf hat sich das Schulbankdrücken gelohnt: Nach insgesamt 14 Monaten ist der gelernte Trockenbauer zum Bestmeister seines Kurses ausgezeichnet worden und hat direkt im Abschluss seinen Betriebswirt abgelegt.

„Wirklich darauf angelegt habe ich es nicht, der Beste des Kurses zu werden, aber natürlich ist man dann schon stolz und freut sich“, erklärt er. Er hatte in seinem Meisterkurs mit insgesamt 22 Anwärtern den besten Durchschnitt aller Schüler gehabt und wurde von Handwerkskammerpräsident Georg Schlagbauer zum Jahresbestmeister im Stuckateurhandwerk ausgezeichnet. „Die Urkunde und die Medaille haben einen Ehrenplatz im Wohnzimmer bekommen“, so Richter glücklich. Den genauen eigenen Notendurchschnitt weiß der Familienvater jedoch nicht: „Das hat man uns nicht gesagt, ich weiß nur, dass ich im praktischen Teil sehr gute Noten bekommen habe. In den theoretischen Fächern war ich ähnlich gut wie viele Andere.“

Seinen Vorteil sah er dabei in der inzwischen langjährigen Berufserfahrung: „Da hat mir meine Routine schon etwas geholfen. Dafür habe ich mich beim theoretischen schon etwas härter getan und musste vielleicht mehr lernen als meine jüngeren Kollegen.“ Insgesamt wurden von der Oberbayerischen Handwerkskammer 42 Bestmeister aus knapp 1700 bestandenen Meistern geehrt.

Richter lernte nach seiner Zeit auf der Realschule Indersdorf das Handwerk des Trockenbauers, ehe er im Jahr 2001 zu seinem jetzigen Arbeitgeber „Amper Trockenbau GmbH“ nach Vierkirchen wechselte. Von seinem Arbeitgeber wurden ihm keine Steine im Hinblick auf seine Weiterbildung gelegt. „Ich wurde unentgeltlich freigestellt, dafür bin ich sehr dankbar“, so der 35-Jährige.

Alexander Richter ist beim Amper Trockenbau Bauleiter und hat daher ein breites Arbeitsfeld: „Von der Bestückung der Baustelle bis hin zur malerfertigen Übergabe fällt alles in meinen Aufgabenbereich.“ Er liebt seinen Beruf: „Das schöne an meinem Job ist, dass man am Abend einfach sieht, was man unter tags geleistet hat.“ Allerdings gibt er auch zu nie ganz die Augen und den Kopf ausschalten zu können: „Egal, wo ich auch Privat hingehe, ich schaue mir in einem Raum immer an, wie gearbeitet wurde oder welche Techniken verwendet wurden. Das ist aber glaub ich in jedem Handwerksberuf normal.“

Nach der über ein Jahr dauernden Weiterbildung ging es für Alexander Richter mit Frau Alexandra und dem 17 Monate alten Sohn Alexander erst einmal in den Erholungsurlaub nach Teneriffa. „Das war wichtig um den Akku wieder aufzuladen“, erklärte der Bestmeister.

Auch in Zukunft will Richter sich weiter über Seminare und Tageskurse bestens informiert halten. „Gerade im Hinblick auf den Kundenkontakt oder das Auftragsmanagement kann man sich dort gut weiterbilden“, erklärt er.

(mko)

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