Dachaus Wasserwege zeichnet Johannes Karl in einen Dachau-Plan ein nach Angaben von Helmut Geissler (rechts).

Die blauen und grünen Bänder Dachaus

Dachau - Den Wasserlauf als Identifikationsmerkmal einer Stadt nahm der Dachauer Thementisch Umwelt, Natur, Energie zum Anlass, um in der KVD-Galerie zum Thema Wasserwege zu informieren.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Ausstellungsprogrammes der KVD statt, das heuer komplett dem Thema Wasser gewidmet ist.

Auch wenn auf den ersten Blick davon nicht allzu viel sichtbar ist: Dachau ist eine Stadt der Wasserwege. Neben den Hauptadern Amper und Würm wird sie von einem dichten Netz von Wasserläufen durchzogen - allerdings wurden sie in der Vergangenheit vielfach aus dem Stadtbild verbannt. Otto Mayrhofer vom Thementisch hatte eine große Karte entworfen, in die der Künstler und Projektleiter der KVD Johannes Karl mit blauem Filzstift sämtliche namhafte Wasserläufe einzeichnete: Amper, Würm, Mühlbach, Gröbenbach, Saubach, Schleißheimer Kanal, Ascherbach, Forellenbach, Reschenbach, Tiefengraben, Kalterbach, Maisach, Webels- und Prittlbach. Schön und signifikant für Dachau ist das grüne Band, das die Altstadt von der Unteren Stadt trennt. Der grüne Streifen stellt als Freiraum eine Struktur im sonstigen Siedlungsbrei dar, erklärte Mayerhofer. "Wasserwege sind erst dann ästhetisch und ökologisch wertvoll, wenn sie von angemessenem Grün begleitet werden", sagte Emmo Frey. Diese Idee soll auch für die KVD eine Anregung sein, wie man die Wasserwege mit Skulpturen künstlerisch bereichern könnte. (sch)

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