Zur Cäcilienmesse versammelten sich Chor und Orchester im Altarraum der Kirche Heilig Kreuz. Foto: Sch

Bombastisches Konzert in Heilig Kreuz

Dachau - Mit einem bombastischen Festkonzert wurde die Staller-Orgel in Heilig Kreuz gefeiert, die jetzt seit zehn Jahren in der Pfarrkirche ihren Dienst tut.

Bombastisch im wahrsten Sinn des Wortes, das lag schon an der Auswahl die Kirchenmusikerin Irmgard Reichl getroffen hatte. Zur Auffjührung kamen Felix-Alexandre Guilmants 1. Symphonie in d-Moll op. 42 und die selten aufgeführte Cäcilienmesse seines Landsmannes Charles Gounod mit üppiger Orchesterbegleitung.

Im ersten Teil saß das Orchester von Heilig Kreuz auf der Empore in der Nähe der Orgel, so dass sich bei Gulilamnts Komposition die gesamte Klanggewalt des noch imperialistischen Geistes der „Grand Nation“ über die Zuhörer im Kirchenraum ergoss.Organist Josef Reichl zog sprichwörtlich alle Register, um die Farbenpracht der Königin der Instrumente zuentfalten. Liebliche Zwischentöne inmitten des pompösen Werkes bot die Pastorale.

Zur Aufführung der Cäcilienmesse wechselten die Gestalter in den Altarraum. Das Orchester glänzte mit prächtigen Klangfarben und der Chor mit schöner Klangfarbe, präzisen Wendungen und musikalischer Energie. Die leicht fließenden Melodien gaben Raum für zarte, sensible Momente, die vom Chor und Orchester ausgekostet wurden. Als Solisten waren Rosa Obermeier (Sopran), Michael Fink (Tenor) und Martin Hubner (Bass) bewährt gut besetzt. Tosender Applaus des begeisterten Publikums war der angemessene Lohn für eine großartige Leistung. (sch)

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